Abgedeckte Dächer, zerschlagene Scheiben: heftiges Unwetter sorgt für Chaos

Durch herumfliegende Teile wurden etliche Fahrzeuge beschädigt.
Durch herumfliegende Teile wurden etliche Fahrzeuge beschädigt.  © Matthias Strauß

Leipzig/Sangerhausen - Über Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein Unwetter hinweggezogen, besonders traf es am Freitag den Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Insgesamt mussten etwa 220 Feuerwehrleute zu etwa 30 Einsätzen ausrücken, wie eine Sprecherin der Rettungsleitstelle in Sangerhausen am Samstag sagte. Der Wind habe Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Regen und Schlamm überfluteten zudem einige Straßen. Verletzt wurde ersten Erkenntnissen zufolge niemand.

In der Region um Chemnitz habe der Regen zudem kurzzeitig Straßen überflutet, sagte die Polizei am Samstag. Längere Sperrungen gab es aber nicht. In Thüringen fuhr ein Zug der Süd-Thüringen-Bahn bei Hildburghausen gegen einen umgestürzten Baum (TAG24 berichtete). Verletzt wurde anscheinend niemand.

Auch in der Nähe von Oschatz waren Zuggäste gezwungen, wegen des Unwetters ganze fünf Stunden auf die Weiterfahrt zu warten. Hier war ein Baum in die Oberleitung gekracht und zwang den ICE zum Stillstand (TAG24 berichtete).

Besonders heftig regnete es in Arnstein (Mansfeld-Südharz): Dort kamen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) innerhalb von drei Stunden etwa 27 Liter Regen pro Quadratmeter herunter. Im Westerzgebirge wurden 29 Liter pro Quadratmeter gemessen.

In Schkeuditz (Landkreis Leipzig) gab es zudem eine Windspitze von 107 Kilometern pro Stunde, wie ein Meteorologe des DWD am Samstag sagte. Für das Wochenende erwarte er keine weiteren Unwetter. Vereinzelt könne es aber Schauer und Gewitter geben.

Die heftigen Sturmböen brachten zahlreiche Bäume zum Einstürzen.
Die heftigen Sturmböen brachten zahlreiche Bäume zum Einstürzen.  © Matthias Strauß
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