Schwerer Bühnenunfall am Schauspiel!

Drei Elemente dieser Bilderwände stürzten beim Abbau auf die Bühnenarbeiter.
Drei Elemente dieser Bilderwände stürzten beim Abbau auf die Bühnenarbeiter.

Von Alexander Bischoff

Leipzig - Schwerer Bühnenunfall am Schauspiel Leipzig: Nach der „Splendid‘s“-Vorstellung am Sonntagabend stürzten Teile des Bühnenbildes von einem Wagen und begruben drei Techniker unter sich. Einer wurde schwer, zwei leicht verletzt.

Die Zuschauer waren gerade gegangen, als sich die Techniker im Schauspielhaus an der Bosestraße über das aus großen Bildtafeln bestehende Bühnenbild her machten.

Nach Polizeiangaben bauten sie die jeweils zwei mal fünf Meter großen Elemente ab, die in „Splendid‘s“ Wände eines Hotelzimmers symbolisieren, und stellten sie zum Abtransport auf einen Bühnenwagen.

Ein Arbeiter wurde von den Bildern eingequetscht und erlitt Knochenbrüche.
Ein Arbeiter wurde von den Bildern eingequetscht und erlitt Knochenbrüche.

„Dabei gerieten drei Elemente ins Rutschen, kippten vom Wagen und verletzten drei Bühnenarbeiter“, berichtete Polizei-Sprecherin Maria Braunsdorf (39).

Besonders schlimm erwischte es Vorarbeiter Dan D. (39) - er wurde unter den Bühnenelementen eingequetscht und erlitt dabei Knochenbrüche. Schwer verletzt wurde er vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Seine beiden Kollegen (38, 45) kamen mit leichteren Verletzungen noch glimpflich davon.

„Wir sind alle sehr betroffen und hoffen, dass es unserem Kollegen bald besser geht“, sagte Schauspiel-Sprecher Matthias Schiffner (57) MOPO24. Zur Unglücksursache ermittelt neben der Polizei jetzt auch die Arbeitsschutzbehörde.

„Splendid‘s“, das Gangsterdrama von Jean Genet um eine Bande, die sich mit einer gekidnappten Millionärserbin in einem Luxushotel verschanzt und dort ihre letzte Nacht in Freiheit verbringt, hatte am 18. April auf der sogenannten Hinterbühne Premiere.

Die Inszenierung von Claudia Bauer setzt unter anderem auf Videoprojektionen an großen Bildwänden. Die nächste Vorstellung ist erst am 27. September.

Fotos: Rolf Arnold, Schauspiel Leipzig


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