Leipziger Nazi beim Angeln überfallen: Waren es Linksradikale?

Am späten Sonntagabend überfielen Unbekannte zwei Angler an den Schönauer Lachen. Jetzt hat das OAZ die Ermittlungen übernommen (Symbolbild).
Am späten Sonntagabend überfielen Unbekannte zwei Angler an den Schönauer Lachen. Jetzt hat das OAZ die Ermittlungen übernommen (Symbolbild).  © DPA

Leipzig - Eine Gruppe Vermummter hat am Sonntagabend zwei Angler an den Schönauer Lachen angegriffen. Nach dem Bekanntwerden erster Details prüft die Polizei, ob die Täter möglicherweise aus politischen Gründen zuschlugen.

Etwa zehn dunkel gekleidete und vermummte Personen hatten die beiden 37 und 41 Jahre alten Angler gegen 22.00 Uhr angegriffen.

Zunächst beleidigten die Unbekannten die beiden Männer, dann besprühten sie sie mit Pfefferspray und prügelten auf sie ein.

Die beiden Angler sprangen schließlich ins Wasser, um sich vor den Angriffen in Sicherheit zu bringen. Die Vermummten schnappten sich den Rucksack der Männer sowie deren Angelausrüstung und warfen einiges davon in den See.

Dann zerstachen sie die Reifen des Autos des 41-Jährigen und zerschlugen die Frontscheibe. Die beiden Angler mussten ambulant versorgt werden.

Mittlerweile hat das Operative Abwehrzentrum der Sächsischen Polizei (OAZ) die Ermittlungen in dem Fall übernommen. "Aufgrund der Tatsache, dass eine der betroffenen Personen in der politisch rechten Szene aktiv ist, liegt eine politische Motivation des Übergriffes sehr nahe bzw. ist davon auszugehen, dass es sich bei den Angreifern möglicherweise um Personen handelt, die dem politisch linken Spektrum zuzuordnen sind", so OAZ-Sprecherin Kathleen Doetsch auf Anfrage von TAG24.

Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.


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