Leipziger Drogen-Hot-Spot schon wieder im Visier der Polizei

Leipzig - Kampfansage an Dealer und Diebe: Die Polizei hat Leipzigs zentralem Brennpunkt wieder mal einen "Besuch" abgestattet. Mit Diensthunden und Fahrradstaffel ging es am Karfreitag und -samstag im Bereich des Hauptbahnhofs auf Streife.

Insgesamt elf Beamte der Einsatzgruppe, drei Diensthundeführer und drei Beamte der Fahrradstaffel waren am Freitag und Samstag im Einsatz. (Symbolbild)
Insgesamt elf Beamte der Einsatzgruppe, drei Diensthundeführer und drei Beamte der Fahrradstaffel waren am Freitag und Samstag im Einsatz. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, waren die Beamten der "Gemeinsamen Einsatzgruppe Bahnhof/Zentrum" am Schwanenteich sowie im Bürgermeister-Müller-Park und im Bereich der Spielothek "Fair-Play" im Einsatz.

Insgesamt zehn Straftaten aus dem Bereich der Drogenkriminalität wurden bei den Kontrollen aufgedeckt.

So schrieben die Einsatzkräfte am Freitag Anzeigen gegen einen 17-jährigen Tunesier und zwei 18 Jahre alte Libyer wegen mutmaßlichen Drogenhandels. Hinzu kam eine weitere Anzeige gegen Unbekannt.

Ein 18-jähriger Tunesier und ein 31 Jahre alter Algerier wurden wegen des Verdachts auf Drogenbesitz angezeigt.

Bei dem Algerier handelt es sich nach Polizeiangaben um einen bekannten Taschendieb. Der Mann hatte ein als gestohlen gemeldetes Smartphone bei sich. Deshalb muss er sich wegen Diebstahls und mutmaßlicher Hehlerei verantworten. Da gegen ihn ein Haftbefehl vorlag, brachten ihn die Beamten in eine JVA.

Am Samstag gerieten zwei Verdächtige vom Vortag - der 17-jährige Tunesier und der 18-jährige Libyer -, zusammen mit einem 22 Jahre alten Libyer, erneut wegen mutmaßlichen Drogenhandels ins Visier der Einsatzgruppe. Auch ein von der Bundespolizei erwischter 34 Jahre alter Deutscher muss sich nun wegen mutmaßlichen Drogenbesitzes verantworten.

Außerdem griffen die Einsatzkräfte einen 27-jährigen Libyer mit einer größeren Menge Drogen, über 100 Gramm, auf. Die Beamten fanden bei dem Mann ein als gestohlen gemeldete Smartphone. Der 27-Jährige wurde vorläufig festgenommen und sitzt mittlerweile in einer JVA.

Die Polizei zieht eine positive Bilanz ihrer zweitägigen Kontrollen. "Derartige Erfolge sind das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit der an den Maßnahmen beteiligten Beamtinnen und Beamten der Bundes- und Landespolizei", heißt es in einer Presseerklärung. "Wir lassen weiterhin keine 'innerstädtische No-Go-Area' zu und werden auch in Zukunft mit massiver Präsenz vor Ort auftreten."

Titelfoto: DPA


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