Erfolg für Mitarbeiter: Siemens bleibt in Leipzig, jetzt wird verkauft

Leipzig - Nach monatelangem Kampf steht fest: Das Siemens-Werk in Leipzig-Plagwitz bleibt erhalten.

Auch kreativ wurde gegen die Schließung des Werks in Leipzig-Plagwitz protestiert.
Auch kreativ wurde gegen die Schließung des Werks in Leipzig-Plagwitz protestiert.  © dpa, News5

Bereits im Mai hieß es, dass das Werk statt, wie geplant, nicht geschlossen, sondern verkauft werden soll (TAG24 berichtete). Diese Entscheidung wurde nun in der Verhandlung zwischen Betriebsräten und dem Konzern bekräftigt.

Für die IG Metall ist das Ergebnis ein voller Erfolg: "Das [...] war nur möglich, weil die betroffenen Standorte bei den Verhandlungen gemeinsam agiert haben. Für Leipzig ist es ein Erfolg, dass die geplante Schließung des Kompressorenwerks verhindert werden konnte. Damit haben wir das Hauptziel unserer Kampagne 'Siemens bleibt in Plagwitz' erreicht", so Bernd Kruppa, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig.

Für Kruppa ging es nicht nur um das Plagwitzer Werk. "Die Auseinandersetzung um das Plagwitzer Kompressorenwerk haben wir auch stellvertretend für die gesamte Region geführt. Ob Siemens oder Neue Halberg Guss - die Schließung von Betrieben ohne jede Not wird die IG Metall Leipzig auch in Zukunft nicht kampflos hinnehmen", zeigt sich der IG-Metaller kämpferisch.

Auch vom Siemens-Konzern hieß es, dass der Verkauf des Werks die "strategisch beste Lösung für alle Beteiligten" sei und alle Chancen für einen Neuanfang biete.

Titelfoto: dpa, News5