Wie bitte? So viel Geld steckte der Staat in Leipziger Siemens-Werk

Laut Bundeswirtschaftsministerium erhielt Siemens für seinen Leipziger Standort knapp 21 Millionen Euro an Fördergeldern.
Laut Bundeswirtschaftsministerium erhielt Siemens für seinen Leipziger Standort knapp 21 Millionen Euro an Fördergeldern.  © DPA

Leipzig - Diese Zahl macht die Schließung des Siemens-Werks in Plagwitz noch skandalöser: Der Dax-Konzern kassierte in den vergangenen 25 Jahren fast 21 Millionen Euro an Fördermitteln für seinen Leipziger Standort!

Dies geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Chefs und Abgeordneten Bernd Riexinger (62) hervor.

Demnach kassierte Siemens in den letzten 25 Jahren aus Projektförderungen des Bundes rund 3,65 Millionen Euro.

Hinzu kommen Mittel aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Höhe von knapp 17 Millionen Euro.

Rechnet man die Fördergelder hinzu, die Siemens für den Standort Görlitz erhielt, kassierte der Konzern insgesamt rund 25,7 Millionen Euro an Fördergeldern für seine sächsischen Standorte.

Doch das scheint nur die Spitze des Eisbergs. Denn das Bundeswirtschaftsministerium verweist in seiner Antwort darauf, dass sich die Angaben nur auf Zahlungen mit Beteiligung des Bundes beziehen. Ob noch Geld aus anderen Töpfen floss, ist also offen.

In Leipzig ist dagegen klar, dass der Kampf gegen die Werksschließung zum Nervenspiel wird. Zuletzt schlug der Chef der zuständigen Siemens-Sparte, Willi Meixner, ein Gesprächsangebot von Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (60, CDU) aus (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0