So kreativ protestieren Leipziger Siemens-Mitarbeiter gegen Standortschließung

Das rund 20 Meter breite Wandbild wurde am Dienstag im Beisein von knapp 100 Siemens-Mitarbeitern im Leipziger "Westwerk" enthüllt.
Das rund 20 Meter breite Wandbild wurde am Dienstag im Beisein von knapp 100 Siemens-Mitarbeitern im Leipziger "Westwerk" enthüllt.  © News5

Leipzig - Der Schock über die geplante Schließung der sächsischen Siemens-Werke sitzt bei den Angestellten noch tief. Im "Westwerk" wurde nun kreativ gegen die Schließung in Leipzig-Plagwitz protestiert.

Die Gewerkschaft "IG Metall" enthüllte nun am Dienstag gemeinsam mit dem Künstler Peter Freund ein rund 20 Meter breites Wandbild im "Westwerk".

Um die 100 Siemens-Beschäftigte sollen bei der Enthüllung nach TAG24-Informationen dabei gewesen sein. Trotz gefüllter Auftragsbücher bis Ende 2018 soll die Produktion in Leipzig und Görlitz stillgelegt werden. In Berlin sollen rund zwei Drittel der Beschäftigten entlassen werden.

In dem Leipziger Werk werden Turbokompressoren entwickelt und produziert. Sie kommen nach Siemens-Angaben unter anderem in der chemischen Industrie, der Energieerzeugung oder der Stahlproduktion zum Einsatz.

Weltweit sind 6900 Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen. In Leipzig sollen 220, in Görlitz 700 Mitarbeiter gehen.

Künstler Peter Freund vor dem Wandbild in Leipzig-Plagwitz.
Künstler Peter Freund vor dem Wandbild in Leipzig-Plagwitz.  © DPA

Titelfoto: dpa, News5


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