Leipziger Siemens-Werker planen ihre Zukunft selbst

Leipzig - Anfang Mai nahm Siemens die Schließungspläne für sein Leipziger Kompressoren-Werk SCS wieder zurück. Doch die Zukunft des Standorts ist seither unklar. Jetzt nimmt die Belegschaft die Zügel selbst in die Hand.

Leipzigs IG Metall-Chef Bernd Kruppa (l.) und der Betriebsratsvorsitzende Thomas Clauß haben zusammen mit der Belegschaft einen Zukunftsplan für das Leipziger Siemens-Werk entwickelt.
Leipzigs IG Metall-Chef Bernd Kruppa (l.) und der Betriebsratsvorsitzende Thomas Clauß haben zusammen mit der Belegschaft einen Zukunftsplan für das Leipziger Siemens-Werk entwickelt.  © Wolfgang Zeyen

Zusammen mit der IG Metall und externen Experten haben die 270 Siemens-Beschäftigten ein alternatives Wirtschaftskonzept für ihre Firma entwickelt. "Unser Ziel ist, SCS weltweit führend als Kompetenzcenter in moderner Kompressortechnologie aufzubauen", erklärt der Betriebsratsvorsitzende Thomas Clauß.

Stärkung des Kerngeschäfts, Verschlankung des Unternehmens durch eine Modernisierung des Werksdesigns und die Erschließung völlig neuer Marktfelder wie das der Erneuerbaren Energien sind die Kernpunkte des Konzepts.

Von der Entwicklung der Maschinen über Test und Produktion bis zum lebenslangen Kundenservice wolle man die gesamte Wertschöpfungskette bedienen, so Clauß. Noch in dieser Woche sollen die Verhandlungen mit der Siemens-Führung beginnen.

Der Konzern will das Leipziger Werk eigentlich verkaufen.

Noch im November hatten die Leipziger Siemens-Werker vor ihrem betrieb gegen die drohende Schließung demonstriert.
Noch im November hatten die Leipziger Siemens-Werker vor ihrem betrieb gegen die drohende Schließung demonstriert.  © DPA

Titelfoto: DPA


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