Silvester-Anschlag auf BGH in Leipzig: 120.000 Euro Schaden, bis jetzt keine Festnahmen

Leipzig - Nach dem Anschlag auf ein Gebäude des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig in der vergangenen Silvesternacht beziffert die Bundesanwaltschaft den Schaden auf 120.000 Euro.

Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (41, CDU) besichtigte am 2. Januar den Anschlagsort an der Karl-Heine-Straße.
Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (41, CDU) besichtigte am 2. Januar den Anschlagsort an der Karl-Heine-Straße.  © Ralf Seegers

Die Ermittler gingen von einem linksextremistischen Hintergrund aus, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Festnahmen habe es bislang keine gegeben. Zum Stand der Ermittlungen wollte der Sprecher keine Angaben machen, sie dauerten noch an.

Wenige Tage nach der Attacke war ein Bekennerschreiben aufgetaucht. In dem Text, der auf der linken Onlineplattform "Indymedia" veröffentlicht wurde, reklamierten "Autonome Gruppen" die Attacke für sich (TAG24 berichtete).

In der Silvesternacht hatten Unbekannte an mehreren Stellen Feuer gelegt. Vor der schweren Eingangstür der BGH-Außenstelle wurden mit Benzin übergossene Reifen angezündet.

Auf der Rückseite des Hauses wurde eine hölzerne Notausgangstür angebrannt. Es blieb bei äußeren Schäden. Zuvor hatten die Täter die Videoüberwachung ausgeschaltet, indem sie die Kameras mit Farbe schwarz übersprühten.

In Leipzig wurden bereits vor dem Anschlag wiederholt Justizgebäude attackiert, unter anderem das Haus des Jugendrechts, das Amtsgericht oder das Bundesverwaltungsgericht. Die Täter wurden meist im linksextremen Spektrum vermutet, aber längst nicht immer ermittelt.

Auch diese hölzerne Notausgangstür wurde angezündet.
Auch diese hölzerne Notausgangstür wurde angezündet.  © Ralf Seegers

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