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Fernseh-Kommissar hilft im wahren Leben einem verurteilten Mörder

In der ZDF-Serie SOKO Leipzig ist Steffen Schröder als Fernseh-Kommissar Tätern auf der Spur. Im wahren Leben hilft der Schauspieler einem verurteilten Mörder.

Von Antje Ullrich

Der Knast hat seine eigenen Regeln. Wer zum Beispiel jemanden ans Personal verrät, muss mit Konsequenzen durch die Mithäftlinge rechnen.
Der Knast hat seine eigenen Regeln. Wer zum Beispiel jemanden ans Personal verrät, muss mit Konsequenzen durch die Mithäftlinge rechnen.

Leipzig - Mörder aufzuspüren, sie ins Gefängnis zu bringen, das ist der Job von Polizeioberkommissar Tom Kowalski aus der ZDF-Fernsehserie „SOKO Leipzig“. Im wahren Leben beginnt die Arbeit von Schauspieler Steffen Schroeder (43) genau da, wo seine Serienrolle in den wohlverdienten Feierabend geht.

Er ist ehrenamtlicher Vollzugshelfer in der JVA Tegel, betreut dort den lebenslänglich verurteilten Mörder Micha*. Mit seinem Buch „Was alles in einem Menschen sein kann“ gibt er einen Einblick in dessen Schicksal, das Knastleben und die Arbeit als Vollzugshelfer.

„Ob ich noch irgendetwas dabeihabe - Schlüssel, Handy, Waffen? -, fragt mich der uniformierte Beamte in gelangweiltem Ton, nachdem ich die Panzerglasschleuse passiert habe.“

Mit diesen Worten beginnt Steffen Schroeder seine Geschichte zu erzählen - von seinem ersten Tag als Vollzugshelfer, vor vier Jahren. An diesem Tag lernte er Micha kennen. „Man ist natürlich erstmal aufgeregt und nervös“, erzählt er.

Denn ihm gegenüber saß kein Kleinkrimineller, sondern ein verurteilter Mörder. „Micha sah auch sehr martialisch aus, hatte viele Tätowierungen an Händen und Kopf.“

Zwei Seiten einer Medaille: "SOKO Leipzig"-Ermittler Steffen Schroeder (43) ist Botschafter für die Opferhilfe "Weißer Ring" und engagiert sich gleichzeitig als Vollzugshelfer auf der Täterseite.
Zwei Seiten einer Medaille: "SOKO Leipzig"-Ermittler Steffen Schroeder (43) ist Botschafter für die Opferhilfe "Weißer Ring" und engagiert sich gleichzeitig als Vollzugshelfer auf der Täterseite.

Der junge Mann von Ende 30 sitzt wegen gemeinschaftlichen Mordes im Gefängnis. Damals noch in der rechten Szene aktiv war sein Opfer einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Ein Zufallsopfer. „Er ist mit ihm aneinander geraten und es gab eine Schlägerei“, berichtet Schroeder. Schwer verletzt ließ die Gruppe den Mann liegen, kehrte dann jedoch zurück, um die Tat zu vertuschen - mit einem Mord.

Angst vor Micha hatte der dreifache Familienvater jedoch nicht. Denn auch im Knast gibt es Regeln und Hierarchien. Eine davon: Vollzugshelfer dürfen nicht angerührt werden. Schließlich sind sie für die meisten Insassen der einzige Kontakt zur Außenwelt. „Leute, die lange Haftstrafen absitzen, verlieren oft die Anbindung nach draußen. Sie werden in der Regel nicht mehr besucht“, erklärt Schroeder. So auch Micha. „Ich hatte von Anfang an gespürt, dass da eine große Dankbarkeit ist.“

Seit 17 Jahren sitzt der Häftling seine Strafe ab. Lebenslänglich! In dieser Zeit wurde er drogenabhängig, kam wieder weg vom Teufelszeug und kehrte schließlich auch der rechten Szene den Rücken, wurde zum Aussteiger.

Viermal im Jahr darf er für ein paar Stunden raus - unter Bewachung von zwei Beamten und Steffen Schroeder.

Die Justizvollzugsanstalt von außen.
Die Justizvollzugsanstalt von außen.

„Bei unserem ersten Ausgang hatte er zum ersten Mal einen Euro in der Hand“, erinnert sich der Fernsehkommissar. Für uns Alltag, nicht aber für Micha. „Das sind ganz einfache Dinge, die man vergisst und nicht weiß, wie das funktioniert und die erst wieder gelernt werden müssen.“

Aktuell werden weitere Lockerungsmaßnahmen für Micha geprüft. Werden diese genehmigt, darf er in Begleitung seines Vollzugshelfers oder einer Sozialarbeiterin mehrmals im Monat für mehrere Stunden raus. Schroeder: „Das sind langsame Schritte, um ihn wieder an die Realität zu gewöhnen.“

Wie lange er noch im Gefängnis bleiben muss? Ungewiss! „Viele denken, dass lebenslänglich heißt, dass man nach 15 Jahren rauskommt. Das stimmt aber nicht!“ Überhaupt könne man erst nach 15 Jahren das erste Mal begnadigt werden. „Das sind aber die wenigsten“, meint der Potsdamer.

Der Durchschnitt sitzt zirka 20 Jahre. „Es gibt aber Häftlinge in Tegel, die dort schon seit über 40 Jahren sind.“ Auch Michas erster Begnadigungsantrag wurde abgelehnt.

* Name geändert, wie im Buch

Zugang zur JVA Tegel gibt's nur mit Passierkarte.
Zugang zur JVA Tegel gibt's nur mit Passierkarte.
Mehr "Komfort" haben die Sicherungsverwahrten in der JVA Tegel, da sie ihre Haftstrafe schon abgesessen haben.
Mehr "Komfort" haben die Sicherungsverwahrten in der JVA Tegel, da sie ihre Haftstrafe schon abgesessen haben.

Fotos: Imago

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