Spontandemo in Leipzig nach Kemmerich-Wahl

Leipzig - Weit mehr als 1000 Menschen sind am Mittwochabend in Leipzig aus Protest gegen die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen mit Stimmen der AfD auf die Straße gegangen.

Über tausend Menschen strömten durch die Leipziger Innenstadt.
Über tausend Menschen strömten durch die Leipziger Innenstadt.  © News5

Sie versammelten sich unter dem Motto "Haltung zeigen - keine Zusammenarbeit mit der AfD" zu einer Spontandemonstration vor dem Neuen Rathaus. Das Bündnis "Durchgezählt" schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 1200 bis 1600.

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) verurteilte die AfD in einer kurzen Ansprache scharf. Es könne nur eine Antwort auf diese Partei geben, sagte der Stadtchef, der derzeit um seine Wiederwahl kämpft: "Nein! Ihr seid keine Demokraten, mit Euch reden wir nicht, mit Euch diskutieren wir nicht. Euch zeigen wir ganz klar die rote Karte."

Die Wahl im Erfurter Landtag hatte überraschend FDP-Kandidat Thomas Kemmerich gewonnen. Er setzte sich im dritten Wahlgang gegen den bisherigen Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) durch - mit Stimmen aus der CDU und der AfD.

Auch in anderen Städten Deutschlands gab es Proteste.

Nicht nur in Leipzig kam es zu lauten Protesten.
Nicht nur in Leipzig kam es zu lauten Protesten.  © News5

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