Wie geht es weiter nach der Braunkohle in und um Leipzig?

Leipzig - Die Stadt hat der Landesregierung einen Zehn-Punkte-Katalog vorgelegt. Dieser beinhaltet Maßnahmen zur Gestaltung der Region nach dem Auslaufen des Braunkohlebergbaus.

Das Kraftwerk Lippendorf bei Pödelwitz im Umland von Leipzig. Auch hier wird nach wie vor Braunkohle gefördert.
Das Kraftwerk Lippendorf bei Pödelwitz im Umland von Leipzig. Auch hier wird nach wie vor Braunkohle gefördert.  © DPA

Oberste Priorität haben dabei neue nachhaltige Verkehrskonzepte zur Anbindung des Südraums und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Außerdem will die Stadt neue Technologien in den Fokus stellen, die vor allem regional von Vorteil sind.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (61, SPD) sieht in den Entwicklungen auch neue Möglichkeiten: "Das beschlossene Ende der Braunkohle bietet große Chancen für Mitteldeutschland. Der Bund setzt einen langfristigen und solide finanzierten Prozess auf. Diese Chance wollen und müssen wir nutzen, um Leipzig und das Mitteldeutsche Revier attraktiv für die Technologien der Zukunft zu machen und neue Arbeitsplätze zu schaffen."

Für etwa eine Milliarde Euro sollen die Verkehrsbeziehungen zwischen Stadt und Umland umweltfreundlich modernisiert werden. Auch durch eine verbesserte Gewässer- und Grünflächen-Infrastruktur soll die Lebensqualität der Leipziger steigern.

Weitere 450 Millionen Euro will die Stadt nutzen, um unter dem Namen "Smart Infrastructure Hub" technologische Entwicklungen in der Region zu erforschen und zu fördern.

Der Zehn-Punkte-Katalog entstand aus der Empfehlung der Kommission für "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" heraus, die den Braunkohleausstieg Deutschlands bis 2038 empfiehlt. Die Landesregierung reicht die Vorschläge nun beim Bund ein.

Titelfoto: DPA

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