Weniger Flüchtlinge: Wohin mit den ganzen Asyl-Containern?

Die Stadt Leipzig benötigt aktuell etwa die Hälfte ihrer Wohncontainer nicht mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen (Symbolbild)
Die Stadt Leipzig benötigt aktuell etwa die Hälfte ihrer Wohncontainer nicht mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Die Stadt Leipzig hat etwas im Überschuss - und zwar Wohncontainer. In den vergangenen beiden Jahren für Geflüchtete angeschafft, stehen heute viele der Container leer. Jetzt sucht die Stadt eine neue Verwendung für sie.

Die Fraktion der Freibeuter im Leipziger Stadtrat bat die Verwaltung um eine Übersicht über den Container-Bestand der Stadt.

Die Verwaltung zählte und kam demnach auf 1002 Container, die sich im Besitz der Stadt befinden. Neben Wohncontainern sind darunter 27 Sanitärcontainer, ein Kühlcontainer sowie ein Waschcontainer.

303 dieser Container sind derzeit noch in der Gemeinschaftsunterkunft "An den Tierkliniken" im Einsatz. Weitere 189 hält die Stadt in der Torgauer Straße als Reserve, 510 Container sind frei.

Für einen Teil davon hat die Verwaltung bereits andere Verwendungsmöglichkeiten gefunden. In der Helenenstraße werden derzeit 59 Container zu einer Kita auf Zeit umgebaut.

Von den Containern am Barnet-Licht-Platz sind 50 Stück als provisorische Schulgebäude in Mölkau eingesetzt. 38 weitere werden als Übergangslösung für die Branddirektion an der Hauptfeuerwache eingerichtet. 116 Container erhält die Verwaltung der Branddirektion als Interim und zwei Container gehen an die LWB.

Darüber hinaus sollen elf der Sanitärcontainer auf Sportplätzen zum Einsatz kommen. Für die übrigen 234 freien Exemplare prüft die Stadt derzeit, ob sie als Interimslösung für Schulen oder Kitas infrage kommen.