So wollen CDU und SPD Leipzigs Stadt-Sheriffs aufrüsten

CDU- und SPD-Fraktion wollen den Leipziger Stadtordnungsdienst nach Dresdner Vorbild umbauen. (Symbolbild)
CDU- und SPD-Fraktion wollen den Leipziger Stadtordnungsdienst nach Dresdner Vorbild umbauen. (Symbolbild)

Leipzig - CDU und SPD machen bei der Sicherheit gemeinsame Sache. Beide Fraktionen im Leipziger Stadtrat wollen die Stadtsheriffs massiv aufrüsten und umbenennen.

Die Leipziger CDU-Fraktion fordert seit langem, den Stadtordnungsdienst vom Knöllchenschreiber zu einer Polizeibehörde der Stadt auszubauen (TAG24 berichtete).

Nun haben die Christdemokraten gemeinsam mit der SPD einen Antrag formuliert, der die Aufwertung des beim Ordnungsamt angesiedelten Stadtordnungsdienstes vorsieht.

Dieser soll künftig den Respekt einflößenden Titel "Polizeibehörde" verwenden. Der Begriff soll auf Dienstfahrzeugen und der Dienstkleidung zu sehen sein.

Außerdem wollen CDU und SPD die städtische "Polizeibehörde" mit 25 zusätzlichen Stellen ausstatten. Die Einsatzzeiten sollen auf die Nachtstunden und Wochenenden ausgeweitet werden.

Eine bessere Ausrüstung der Ordnungsamt-Mitarbeiter ist ebenfalls vorgesehen. So wollen CDU und SPD neue Smartphones, Handfesseln, stichsichere Westen und Rettungsmehrzweckstöcke beschaffen lassen. Darüber hinaus soll die Anschaffung von Diensthunden geprüft und Fahrräder für eine Fahrradstaffel beschafft werden.

"Natürlich kann auch zusätzliches Personal beim Stadtordnungsdienst die Polizei nicht ersetzen, weil der Rahmen dessen, was die städtischen Mitarbeiter dürfen und was nicht, recht eng gefasst ist", erklärt Claus Müller, Sprecher für Ordnung und Sicherheit der SPD-Fraktion. Dennoch sei es wichtig, dass der Stadtordnungsdienst die Polizei bei verschiedenen Aufgaben entlaste, so beispielsweise bei der Ahndung von Ruhestörungen.

"Wir machen unsere Hausaufgaben, nun ist der Freistaat Sachsen an der Reihe, endlich mehr Polizisten in den Dienst zu stellen und die öffentliche Sicherheit in unserer Stadt nachhaltig zu stärken“, fordert Müller abschließend.


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