Kampf gegen Luftverschmutzung: Linke nimmt Lastwagen ins Visier

Die Linke will ein Durchfahrtsverbot für Lkw in Leipzig prüfen lassen. (Symbolbild)
Die Linke will ein Durchfahrtsverbot für Lkw in Leipzig prüfen lassen. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Im Kampf gegen die Luftverschmutzung soll die Stadt Leipzig zu drastischen Mitteln greifen. Die Linke will Lastwagen die Durchfahrt durch Leipzig verbieten.

Die Linksfraktion im Leipziger Stadtrat reichte einen entsprechenden Antrag ein. Darin wird der Oberbürgermeister beauftragt, ein Durchfahrtsverbot für Lkw ab 3,5 Tonnen bis zum 1. Juli 2018 zu prüfen.

Wie der Begriff "Durchfahrt" schon sagt, soll das Verbot für Lkw gelten, die in Leipzig keinen Ziel- oder Quellpunkt haben.

Das Verbot soll dabei helfen, die Leipziger vor Lärm und Luftverschmutzung zu schützen. Die Linksfraktion sieht die Maßnahme als Beitrag zur Umsetzung des Lärmaktionsplans und des Luftreinhalteplans.

Die Linksfraktion argumentiert, dass es vor allem die Diesel-Lkw sind, die Lärm- und Feinstaub-Werte in die Höhe treiben. Der Ausstoß könne zwar durch Harnstoff-Beigabe deutlich gesenkt werden, oft würden die Harnstoff-Tanks aber nicht vollständig oder auch gar nicht befüllt, heißt es in dem Antrag.

Hinzu kommt, dass die Lkw-Fahrten durch das Stadtgebiet zur Unfallgefahr und zu Staus beitragen. Zahlreiche deutsche Städte hätten bereits ein Durchfahrtsverbot für Lkw beschlossen, argumentiert die Linksfraktion weiter. Damit verhinderten sie das Ausweichen von Lastwagen auf mautfreie Straßen.

Da die Maut ab dem 1. Juli auf Bundesstraßen ausgeweitet wird, verschärft sich dieses Problem nach Ansicht der Linken.

Titelfoto: DPA


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