Leipziger "agra"-Gelände soll noch lange "schwarz" bleiben

An jedem Pfingstwochenende bevölkern die Besucher des Wave-Gotik-Treffens das agra-Gelände in Leipzig-Dölitz. (Archivbild)
An jedem Pfingstwochenende bevölkern die Besucher des Wave-Gotik-Treffens das agra-Gelände in Leipzig-Dölitz. (Archivbild)  © DPA

Leipzig - Hat das Wave-Gotik-Treffen (WGT) auf dem "agra"-Gelände im Leipziger Süden eine Zukunft? Die Linksfraktion im Leipziger Stadtrat will dafür sorgen. Sie fordert ein Bekenntnis zum Kult-Festival auf der "agra" bis mindestens 2030.

Damit will die Linke Gedankenspiele über eine mögliche Umwidmung des agra-Areals beenden. Ihr Antrag sieht vor, bis 2020 rund 3,3 Millionen Euro zu investieren, um die alten Messehallen und Pavillonbauten zu erhalten.

"Das schafft für die verschiedenen Veranstalter und Pächter Planungssicherheit", so Linke-Stadtrat Siegfried Schlegel (64), Sprecher für Stadtentwicklung und Bau.

"Gleichzeitig gibt die Stadt ein klares Bekenntnis ab, dass diese Veranstaltungen untrennbar zu Leipzig gehören und die agra im städtischen Eigentum verbleibt."

Neben dem WGT finden auf dem agra-Gelände regelmäßig Veranstaltungen wie der Antik- und Trödelmarkt, die Hüpfburgtage oder die Messe "Jagd und Angeln" statt.

Im April hatte sich die Verwaltung zu den agra-Hallen auf Anfrage der Linksfraktion geäußert. Deren Zustand sei teilweise instandhaltungs-, instandsetzungs- und sanierungsbedürftig, hieß es. Die zwingend erforderlichen Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen seien bereits größtenteils umgesetzt worden, um die Vermietbarkeit der Objekte gewährleisten zu können.

Hintergrund des Linken-Antrags ist ein von der Verwaltung vorgelegtes Konzept für das agra-Gelände. Die Linksfraktion hatte jahrelang dafür gekämpft, zeigt sich jetzt aber Enttäuscht darüber, dass das Entwicklungskonzept nur den Status eines Informationspapiers hat.

Der Ratsantrag der Linksfraktion soll das ändern und das Konzept verbindlich machen - inklusive des langfristigen Bekenntnisses zum WGT und der Millioneninvestitionen.

Titelfoto: DPA


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