Neue Satzung soll für weniger Auto-Stellplätze in Leipzig sorgen

Leipzig - In der Stadtratssitzung am Dienstag wurde mit knapper Mehrheit eine neue Stellplatzsatzung für Leipzig beschlossen.

Die Mindestanzahl an Auto-Stellplätzen vor einem neuen, privaten Gebäude wurde gelockert. (Symbolbild)
Die Mindestanzahl an Auto-Stellplätzen vor einem neuen, privaten Gebäude wurde gelockert. (Symbolbild)  © dpa, Andrea Warnecke

Der Stadtrat übernimmt damit eine Vorlage der Stadt Leipzig (TAG24 berichtete). Darin heißt es unter anderem, dass die Stellplatzpflicht, also der Zwang zum Bauen von Autostellplätzen bei neuen Gebäuden, deutlich gelockert und nach unten korrigiert wird.

Sollten im Rahmen eines Bauvorhabens Car-Sharing-Stellplätze realisiert werden, könnte ein Car-Sharing-Parkplatz mehrere "normale" Stellplätze ersetzen. Außerdem sollen nicht unterbaute Abstellplätze begrünt werden und die Bauherren müssen zukünftig eine bestimmte Anzahl an Fahrradparkplätzen zur Verfügung stellen.

Die Satzung gilt für alle neu geplanten Wohngebäude, Schulen, Kindergärten, Wohnheime, Ferienhäuser und Sportstätten in Leipzig.

Die alte Regelung der Stellplatzpflicht kommt aus dem Jahr 1939. Diese verpflichtete alle Bauherren, eine Mindestanzahl von Autoparkplätzen zu bauen, wenn sie ein Gebäude errichten wollen.

Dies ist mit der neuen Satzung nun hinfällig, die für ein flächensparendes, klimaschonendes und kostengünstigeres Bauen sorgen soll.

Zukünftig soll flächensparsamer in Leipzig gebaut werden.
Zukünftig soll flächensparsamer in Leipzig gebaut werden.  © Ralf Seegers

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