Diese App aus Sachsen macht Kraftfahrern das Leben leichter

Patrick Henschel vor seinem Truck. Mit seiner Idee gewann der 36-jährige beim vierten Leipziger Startup Weekend.
Patrick Henschel vor seinem Truck. Mit seiner Idee gewann der 36-jährige beim vierten Leipziger Startup Weekend.  © Screenshot/Rollery.de

Leipzig - Am vergangenen Wochenende fand in der Messestadt das vierte "Startup Weekend" statt, auf dem Gründungsinteressierte innovative Ideen präsentieren können und mit Coaches zusammenkommen. Patrick Henschel (36) aus Engelsdorf gewann den Wettbewerb mit seiner App "Rolleur".

Der Leipziger Kraftfahrer hat mit seiner Idee ein Problem gelöst, das auch viele seiner Kollegen kennen: überfüllte Trucker-Rasthöfe, die die Berufsfahrer von ihrer wohlverdienten Pause abhalten. Zu oft findet sich kein Platz zum Anhalten und Schlafen.

Beim Startup-Wettbewerb fand der 36-jährige schnell Verbündete für sein Konzept: Gemeinsam mit fünf weiteren Teilnehmern entstand "Rolleur". Die App zeigt bequem auf dem Handy freie Parkplätze am Zielort an und gibt Tipps zu günstigem Essen und ordentlichen Sanitär-Anlagen.

Damit hatte das sechsköpfige Team am Ende in allen drei Bewertungskategorien die Nase vorn. Geprüft wurde sowohl die Idee als solche, sowie die praktische Umsetzung und- ganz wichtig die Frage: Braucht die Welt so etwas?

Sabine Fuhrmann, die das Startup Weekend in Leipzig nun bereits das vierte Mal organisierte, zeigte sich begeistert: "Patrick Henschel und sein Team haben verdient gewonnen. Das ist eben nicht die nächste Einkaufs-App; das sind verdammte Probleme, die da gelöst werden!", äußert sie sich gegenüber TAG24.

Überfüllte Parkplätze: Außer Patrick Henschel (36) kennen auch viele andere Kraftfahrer dieses Problem. Mit der App "Rolleur" soll jetzt alles einfacher werden.
Überfüllte Parkplätze: Außer Patrick Henschel (36) kennen auch viele andere Kraftfahrer dieses Problem. Mit der App "Rolleur" soll jetzt alles einfacher werden.  © DPA

Besonders beeindruckt war Fuhrmann von dem Engagement der Gruppe: Am Freitag, dem ersten Tag des Wettbewerbs, präsentierte der Kraftfahrer seine Idee vor den restlichen Teilnehmern- am Sonntagabend war die App bereits funktionstüchtig.

Und um die Frage nach dem Bedarf eines solchen Services zu klären, sei das Team mal eben an etliche Lkw-Raststätten in der Umgebung gefahren, um die Kraftfahrer "vor Ort" zu befragen.

Wie geht es jetzt weiter für die Gewinner? Zum Siegerpaket gehört nicht, wie man vermuten würde, eine Geldprämie, sondern "Rückenwind", wie Sabine Fuhrmann es nennt. So erhalten die sechs Kreativköpfe eine Rechts- und Unternehmensberatung, erhalten Hilfe zum Thema "Crowdfunding", sowie einen Gutschein für Druckdienstleistungen. Der Preis soll sie dabei unterstützen, aus der Idee ein Unternehmen aufzubauen.

Und auch die Stadt Leipzig zeigt sich interessiert an Henschel's App. Brigitte Brück, Abteilungsleiterin für "Messe/Medien/Logistik/Gesundheit" der Messestadt, jedenfalls könnte sich vorstellen, dass auch die Leipziger Autofahrer von dem Projekt profitieren. Gemeinsam mit dem Team soll nach Möglichkeiten der Unterstützung gesucht werden.

Wer mehr über "Rolleur" erfahren möchte, kann sich auf der Internetseite des Startups umschauen- die haben die sechs auch eben noch am Wochenende gebastelt.


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