30 Jahre nach der Wende: Nun ist auch die Mauer in Leipzig gefallen

Von Anke Brod

Leipzig - Seit kurzem ist auch im Leipziger Stadtteil Stötteritz "die Mauer" weg!

Auf dieser Fläche stand bis vor kurzem noch das Teilstück der Mauer.
Auf dieser Fläche stand bis vor kurzem noch das Teilstück der Mauer.  © Anke Brod

Seit der Wende stand hier zumindest noch ein Teil von ihr - als innerdeutsches Mahnmal auf einem kleinen Fleckchen Land zwischen Holzhäuser- und Ludolf-Colditz-Straße.

Der Stötteritzer Bildhauer Günther Huniat hatte das Stück Original-Mauer in den 1990er Jahren für 1000 D-Mark in Berlin erworben.

Weil ihr bisheriger Platz im Herzen von Stötteritz nun aber zum Bauland wird, musste sie nach fast 30 Jahren Standorttreue weichen. Nur noch der Betonsockel blieb übrig.

Dazu sagte Günther Huniat zu TAG24: "Es hat sich lange leider kein neuer öffentlicher Platz für die Mauer gefunden." Nun stehe sie privat bei einem Bekannten. "Und da soll sie jetzt auch bleiben", fügte er resigniert hinzu.

Huniat betrieb bis 2013 den Verein "Freiluftgalerie Stötteritz" mit einer Exponatenfläche für interessiertes Publikum an der Holzhäuser Straße.

So sah das Teilstück der Mauer aus.
So sah das Teilstück der Mauer aus.  © Anke Brod

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