Fast 3000 Haushalte in der Nacht ohne Strom: Was war da los?

Kurz nach Mitternacht fiel in mehreren Stadtteilen Leipzigs der Strom aus. Die Stadtwerke vermuten, dass Diebe ein Mittelspannungskabel angeritzt hatten. (Symbolbild)
Kurz nach Mitternacht fiel in mehreren Stadtteilen Leipzigs der Strom aus. Die Stadtwerke vermuten, dass Diebe ein Mittelspannungskabel angeritzt hatten. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Mitten in der Nacht zu Donnerstag sind im Leipziger Südosten die Lichter ausgegangen. Die Leipziger Stadtwerke vermuten eine kriminelle Ursache hinter dem Stromausfall.

Gegen 0.15 Uhr gingen im Zentrum-Südost, in Reudnitz und Anger-Crottendorf plötzlich die Lichter aus. Knapp 3000 Haushalte waren ohne Strom.

Die Leipziger Stadtwerke vermuten, dass leichtsinnige Kabeldiebedahinter stecken. Sie ritzten in der Gegend offenbar ein Mittelspannungskabel an.

"Vermutlich haben die Diebe ein Knistern gehört, als sie versuchten, das Kabel zu durchtrennen und sofort aufgehört", so Stadtwerke-Sprecherin Nicole Rühl.

Das war wohl eine weise Entscheidung, denn die Sache hätte laut Rühl auch anders ausgehen können. "Wir sind froh, dass es zu keinem tödlichen Unfall gekommen ist."

Das beschädigte Kabel kam mit dem Erdreich in Berührung, was einen sogenannten Erdschluss auslöste. Dies führe nicht zu einem klassischen Stromausfall, sondern überlaste andere Leitungen, so Rühl weiter.

Die Techniker der Stadtwerke leisteten ganze Arbeit, konnten den ursprünglichen Schaden schnell beheben. Nach nur drei Minuten waren 1425 Haushalte wieder am Netz. Die Folgeschäden des Erdschlusses wurden wenig später behoben.

Gegen 0.50 Uhr ging in 285 Haushalten das Licht wieder an, fünf Minuten später hatten die restlichen Haushalte wieder Strom.


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