Leipziger Stückelmörder-Prozess wird teilweise neu aufgerollt

Leipzig - Dieser Fall hat für Aufsehen gesorgt: Ein Mann soll zwei Frauen in Leipzig getötet und die Leichen zerteilt haben. Am Donnerstag (12.30 Uhr) muss sich der Stückelmörder erneut vor dem Landgericht Leipzig verantworten, weil der Bundesgerichtshof (BGH) ein erstes Urteil teilweise aufgehoben hat.

Dovchin D. (38, r.) soll in Leipzig zwei Frauen ermordet, zerstückelt und die Leichenteile entsorgt haben.
Dovchin D. (38, r.) soll in Leipzig zwei Frauen ermordet, zerstückelt und die Leichenteile entsorgt haben.  © Ralf Seegers

Das Landgericht hatte den damals 38-jährigen Dovchin D. 2018 wegen Mordes in zwei Fällen sowie Störung der Totenruhe verurteilt.

Das Gericht war überzeugt, dass der aus der Mongolei stammende Angeklagte 2016 Maria D. (†43) und Anja B. (†40) erwürgt hatte. Anschließend soll er die Leichen zerteilt und im Elsterflutbecken sowie im Hausmüll, in der Toilette und in einem Abbruchhaus entsorgt haben.

Der BGH hielt den Schuldspruch in einem Fall allerdings nicht für tragfähig (TAG24 berichtete). Auch die Verurteilung wegen Störung der Totenruhe hatte bei den Bundesrichtern keinen Bestand.

Nun muss sich eine andere Strafkammer des Landgerichts erneut mit dem Verbrechen beschäftigten. Das wird aber nichts daran ändern, dass der Täter eine lebenslange Strafe absitzen muss. Die Verurteilung wegen des einen Mordes ist rechtskräftig.

Das Gericht hat insgesamt sieben Verhandlungstermine bis zum 20. März angesetzt.

Maria D. (†43, l.) und Anja B. (†40) sollen vom Angeklagten Dovchin D. erwürgt und zerstückelt worden sein.
Maria D. (†43, l.) und Anja B. (†40) sollen vom Angeklagten Dovchin D. erwürgt und zerstückelt worden sein.  © Polizei
Auch im Elsterbecken wurden damals Leichenteile gefunden.
Auch im Elsterbecken wurden damals Leichenteile gefunden.  © DPA

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