Bald 12 Euro Stundenlohn? Gewerkschaft fordert höhere Löhne in Leipziger Fast-Food-Restaurants

Leipzig - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert, dass in Zukunft höhere Löhne in Leipziger Fast-Food-Restaurants gezahlt werden.

Unter anderem in Leipziger Filialen von McDonald's und Burger King sollen in Zukunft die Mitarbeiter mehr verdienen.
Unter anderem in Leipziger Filialen von McDonald's und Burger King sollen in Zukunft die Mitarbeiter mehr verdienen.  © Peter Kneffel/dpa

Das würde nicht nur McDonald's und Burger King betreffen, sondern auch die Filialen von Starbucks, KFC, Nordsee, Vapiano, Tank & Rust und Pizza Hut. Alleine von der Restaurant-Kette McDonald's gibt es ganze sieben Filialen in Leipzig.

"Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke – bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde", so Jörg Most von der NGG Leipzig-Halle-Dessau. Die Gewerkschaft verlange deshalb "armutsfeste Löhne" von mindestens 12 Euro pro Stunde.

"Es ist höchste Zeit, vom Mindestlohn-Image wegzukommen. Die Menschen haben für ihre harte Arbeit eine faire Bezahlung verdient", betont NGG-Geschäftsführer Most. "Milliardenschwere Konzerne wie McDonald’s zahlen so wenig, dass die Allgemeinheit einspringen muss. Heute müssen die Steuerzahler die Löhne und später die Renten aufstocken, damit das Geld zum Leben reicht – hiermit muss endlich Schluss sein."

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Bislang hätten die Arbeitgeber ein Anstieg des Lohns blockiert. Dass es dadurch zu Streiks kommen kann, sei nicht unwahrscheinlich: "Die Wut der Beschäftigten ist groß. Wir rufen jetzt in ausgewählten Orten zu Protestaktionen und Warnstreiks auf, auch in Leipzig könnte es noch vor der nächsten Verhandlung zu Ausständen kommen", so der Gewerkschafter.

Ein weiterer Punkt sei der steigende Personalmangel in der Branche, der eng mit dem Niedriglohn in Verbindung steht: "Sowohl ausgebildete Fachkräfte als auch Quereinsteiger überlegen sich dreimal, ob sie den stressigen Job im Schnellrestaurant zum Billig-Tarif machen. Stattdessen wechseln sie häufig in andere Branchen – etwa zum Discounter an die Kasse."

 Dieser Hamburger kostet 4,29 Euro. Genau 28 Minuten muss ein Beschäftigter im Schnellrestaurant arbeiten, um sich diesen Burger selbst zu leisten.
Dieser Hamburger kostet 4,29 Euro. Genau 28 Minuten muss ein Beschäftigter im Schnellrestaurant arbeiten, um sich diesen Burger selbst zu leisten.  © NGG

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