Süßer Hund am Hauptbahnhof gefunden: Wie geht es "Struppi" heute?

Leipzig - Zahlreiche Leipziger verfolgten Ende August das Schicksal des kleinen Hundes "Struppi", der ganz alleine am Hauptbahnhof in Leipzig aufgefunden wurde. Gerüchteweise sollen sich seine Besitzer mittlerweile gemeldet haben - aber stimmt das?

Eine Touristin fand Struppi vor ihrem Hotel unweit des Hauptbahnhofs.
Eine Touristin fand Struppi vor ihrem Hotel unweit des Hauptbahnhofs.  © dpa/ Peter Endig

Ende August setzten die Beamten der Bundespolizei einen Twitter-Post ins Netz: "Struppi haben wir, jetzt wird Tim gesucht", schrieben die Beamten und wollten damit auf einen kleinen Hund aufmerksam machen, der von einer Touristin unweit des Hauptbahnhofs aufgefunden wurde - ohne Besitzer und ganz alleine. Da sich zunächst niemand meldete, wurde "Struppi" im Tierheim Leipzig untergebracht. (TAG24 berichtete)

Nur wenige Tage später berichtete die Bundespolizei auf Anfrage, dass sich die Besitzer bei der Behörde gemeldet haben sollen. Bis heute lebt "Struppi" allerdings unter Quarantäne im Tierheim Leipzig, das bestätigt der Tierheimleiter Michael Sperlich nun gegenüber TAG24.

"Dem Hund geht es den Umständen entsprechend gut", so Sperlich.

Zahlreiche Leuten hätten sich gemeldet, darunter Interessenten, die "Struppi" zu sich nehmen wollten und auch Menschen, die glauben, den Hund bei Bettlern oder Rumänen bereits zuvor in der Leipziger Innenstadt gesehen zu haben.

Alles zunächst nur Gerüchte - allerdings sind Tiere, deren Besitzer keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und im Tierheim Leipzig abgeben werden, keine Seltenheit. "Ohne die nötigen Papiere kann nicht nachgewiesen werden, ob das Tier wirklich demjenigen gehört, der sich als Besitzer ausgibt", erklärt Michael Sperlich. Auch könnten viele die Kosten nicht tragen, die anfallen, wenn ein Fundtier für längere Zeit im Tierheim Leipzig unterkommt.

Ein neues Zuhause für "Struppi"

"Struppi" könnte also ein solches Schicksal wiederfahren sein. Für die nächsten sechs Monate bleibt der etwa einjährige, freundliche Hund nun noch in Quarantäne im Tierheim - schließlich ist nicht bekannt, ob "Struppi" die nötigen Impfungen bekommen hat, die in Deutschland wichtig sind. Sechs Monate lang ist auch die Frist, in der der Besitzer sein "Eigentum" noch abholen könnte. "Das ist bei allen Fundsachen so", berichtet Michael Sperlich, "und rechtlich gesehen sind Hunde ja 'Sachen'". Nach den sechs Monaten soll "Struppi" dann vermittelt werden.

Dass der niedliche Hund dann ein liebevolleres Zuhause findet, daran hat der Tierheimleiter keine Zweifel.

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