"Sohn Gottes": Verdächtiger geschnappt, der historische Scheiben der Thomaskirche zerstörte

Leipzig - Nach der Zerstörung von Scheiben der Leipziger Thomaskirche in der Silvesternacht ist ein Verdächtiger gefasst worden.

Ein 55-jähriger Mann, der in der Silvesternacht mehrere Scheiben der Leipziger Thomaskirche eingeworfen hat, ist als Verdächtiger geschnappt worden.
Ein 55-jähriger Mann, der in der Silvesternacht mehrere Scheiben der Leipziger Thomaskirche eingeworfen hat, ist als Verdächtiger geschnappt worden.  © imago images/epd

Es handele sich um einen 55-jährigen Mann, der die Steinwürfe zugegeben habe, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Leipzig am Montag.

Weil der Mann einen stark verwirrten Eindruck gemacht und sich selbst als "Sohn Gottes" bezeichnet habe, sei er zunächst in einer Fachklinik untergebracht worden.

Er soll 25 Scheiben an der berühmten Thomaskirche und dem benachbarten Thomashaus mit Pflastersteinen eingeworfen haben. Schon am 28. Dezember soll der Mann zudem Scheiben am Kirchenmusikbüro zerstört haben. Auch das gab er laut Polizei zu.

Nach Angaben der Thomaskirche wurden unter anderem vier wertvolle Buntglasfenster aus dem 19. Jahrhundert sowie ein Jugendstilfenster zerstört. Die Kirche bezifferten Schaden am Montag auf knapp 18.000 Euro. Es sei noch offen, wann ein Glaser die kaputten Scheiben repariert.

Die Polizei nahm außerdem Ermittlungen zu einem Schreiben auf einem linken Internetportal auf. Darin sei die Thomaskirchen-Pfarrerin Britta Taddiken als "Nazi-Pfarrerin" beschimpft worden. Taddiken habe Anzeige wegen Beleidigung und Nötigung gestellt.

Der Schaden wird auf 18.000 Euro geschätzt.
Der Schaden wird auf 18.000 Euro geschätzt.  © Ralf Seegers

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