Wuff! Leipziger Tierheim startet im September Radio für Hunde

Leipzig - "Wuff, und jetzt der Wetterbericht" - das Leipziger will als erstes Tierheim in Deutschland ein Radio für Hunde einführen. Eigentlich sollte "Dog-Radio" längst dudeln. Doch dann kamen die Katzen ...

Das Leipziger Tierheim will als erstes in Deutschland Radio für Hunde machen.
Das Leipziger Tierheim will als erstes in Deutschland Radio für Hunde machen.  © Ralf Seegers

"Es ist der Wahnsinn, was bei uns gerade läuft", stöhnt Tierheim-Chef Michael Sperlich (54). "Jeden Tag kommen neue Katzen - seit dem 1. Juni haben wir schon 110 Tiere aufgenommen." Jede Hand werde für die gefundenen, abgegebenen oder amtlich eingezogenen Stubentiger benötigt. "Da bleibt für andere Sachen kaum noch Zeit."

Auch das ehrgeizige "Dog-Radio"-Projekt ist aufgrund der Katzenschwemme ins Stocken geraten. "Die Technik ist angeschafft, doch wir kommen einfach nicht dazu, sie zu installieren", erzählt Sperlich.

Zudem habe eine Firma, die im Rahmen eines sozialen Tages beim Aufbau helfen wollte, kurzfristig abgesagt. Neue Zielmarke ist nun der Tag der offenen Tür am 8. September. "Bis dahin läuft das Radio", verspricht Sperlich, der sich natürlich über freiwillige Helfer freuen würde.

Und so funktioniert "Dog-Radio": Über einen Zentralsender im Haupthaus wird das Signal via WLAN in die beiden Hundehäuser gesendet. "Innerhalb der Häuser müssen wir dann jede einzelne Lautsprecherbox verkabeln", erklärt Sperlich. Gesendet werden sowohl Musik als auch Lesungen und Hörbücher. Studien hätten ergeben, dass Hunde vor allem bei sonoren Männerstimmen, klassischer Musik und Reggae entspannen, so Sperlich.

Und das ist auch das Ziel von "Dog-Radio": Die Tiere sollen einerseits Stress abbauen, andererseits an menschliche Alltagsgeräusche gewöhnt werden. Wissenschaftliche Schützenhilfe erhalten die Leipziger für ihr Projekt von der Akademie des Deutschen Tierschutzbundes.

Leipzigs Tierheim-Chef Michael Sperlich möchte mit Klassik, Reggae und Erzählungen seine Hunde entspannen.
Leipzigs Tierheim-Chef Michael Sperlich möchte mit Klassik, Reggae und Erzählungen seine Hunde entspannen.  © Ralf Seegers

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