Leipziger Brandanschläge bei "Kripo live": 250 Linksextremisten in der Stadt!

Leipzig - Der Brandanschlag auf eine Baustelle und der Überfall auf eine 34-jährige Immobilienmanagerin in Leipzig waren am gestrigen Sonntag auch Thema bei "Kripo live". In der Sendung sprach Präsentator Axel Bulthaupt (53) mit Petric Kleine, dem Präsidenten des Landeskriminalamts Sachsen.

In der Nacht zum 3. Oktober standen zwei Baukräne auf einer Baustelle der CG-Gruppe in der Prager Straße in Flammen.
In der Nacht zum 3. Oktober standen zwei Baukräne auf einer Baustelle der CG-Gruppe in der Prager Straße in Flammen.  © Einsatzfahrten Leipzig

100.000 Euro Belohnung sind inzwischen ausgesetzt für Hinweisgeber, die die Polizei zu den Tätern führen können. Bisher wird davon ausgegangen, dass die Täter aus der linksextremistischen Szene stammen. Nach beiden Vorfällen waren Bekennerschreiben auf der linksorientierten Plattform indymedia aufgetaucht.

Der Brand auf der Baustelle der CG-Gruppe in der Prager Straße ereignete sich in der Nacht zum 3. Oktober (TAG24 berichtete). Einen Monat später, am 3. November, überfielen bisher unbekannte Täter Claudia P., eine Mitarbeiterin der CG-Gruppe, in ihrer Wohnung und verletzten sie.

Seitdem wurden in Sachsen mehrere Maßnahmen im Kampf gegen linksextremistische Gewalt auf den Weg gebracht. So soll sich in Leipzig eine Steuerungruppe aus Verfassungsschutz, Polizei, LKA und Staatsanwaltschaft Strategien gegen die linke Szene entwickeln.

Innenminister Roland Wöller (49, CDU) versprach den von Brandanschlägen betroffenen Firmen außerdem mehr Schutz. Wöller und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (61, SPD) riefen zu "Null Toleranz" auf.

20 Prozent Aufklärungserfolg

Petric Kleine, Präsident des Landeskriminalamts Sachsen sprach bei "Kripo live" zu den Vorfällen in Leipzig.
Petric Kleine, Präsident des Landeskriminalamts Sachsen sprach bei "Kripo live" zu den Vorfällen in Leipzig.  © Thomas Türpe

Die Leipziger linksextremistische Szene umfasst laut LKA-Präsident Kleine etwa 250 Personen. "Leipzig zählt neben Hamburg und Berlin zum Hotspot der linksextremistischen Szene", erklärte der ehemalige Leiter der Kriminalpolizeiinspektion bei der Polizeidirektion Leipzig.

Man fange aber nicht bei null an: Bereits seit über einem Jahr gebe es eine gemeinsame Ermittlungsgruppe zwischen dem LKA Sachsen und der Polizeidirektion Leipzig, so Kleine.

Die Aufklärungsquote linksextremistischer Taten liegt bei etwa 20 Prozent. Meist dauerten die Vorfälle nur wenige Minuten, was es der Polizei schwer mache, den Tätern auf die Spur zu kommen, erläutert der LKA-Präsident. Die Beamten seien auf die Mithilfe von Hinweisgebern angewiesen.

Die Ermittlungen führt in den beiden jüngsten Vorfällen in Leipzig das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des LKA Sachsen. Hinweisgeber können sich an jede Polizeidienststelle oder direkt an das sächsische Landeskriminalamt unter Tel.: 08008552055 wenden.

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