Husten, Schleim und Luftnot: An dieser Krankheit leiden die meisten Raucher

Leipzig - Anlässig des Weltnichtrauchertags veröffentlicht das Uniklinikum Leipzig eine neue Statistik: Laut den Forschern sei COPD die häufigste Lungenerkrankung in Deutschland.

Immer früher werden die Symptome auch bei jüngeren Menschen gefunden.
Immer früher werden die Symptome auch bei jüngeren Menschen gefunden.  © imago pictures/ Westend 61

Beinahe jeder starker Raucher leidet an chronischer Bronchitis, also der Reizung der Bronchienschleimhaut. Diese äußert sich durch starken Husten und der vermehrten Produktion von Schleim. Wenn sich die Bronchien in der nächsten Stufe auch noch verengen, spricht man von COPD, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, berichtet Prof. Hans-Jürgen Seyfahrt vom Uniklinikum Leipzig.

Besonders betroffen seien Raucher, die über 20 Jahre hinweg jeden Tag eine Schachtel Zigaretten rauchen.

Bedenklich: "Brach die Erkrankung früher zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr aus und erreichte die höchste Häufigkeit im siebenten Lebensjahrzehnt, so beobachten wir heute eine allmähliche Verschiebung nach vorn", so Seyfarth.

Wer hätte es gedacht: Risikofaktor Nummer 1 für die Erkrankung an COPD ist das Rauchen von Tabak! Um die chronische Erkrankung zu verhindern, kennt Oberarzt Seyfarth also nur einen wirklichen Rat: "Aufhören mit dem Rauchen!"

Eine Entwarnung für E-Zigarettenraucher kann und will UKL-Pneumologe Seyfahrt übrigens nicht geben. Bei E-Zigaretten wird kein Tabak verbrannt, die Inhaltsstoffe werden vielmehr verdampft.

"Noch gibt es keine langfristigen Studienergebnisse, dass E-Zigaretten helfen würden, Tabak gesünder zu ersetzen", so der Forscher.

Die COPD-Erkrankten werden statistisch gesehen immer jünger.
Die COPD-Erkrankten werden statistisch gesehen immer jünger.  © imago images/Frank Sorge

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