Plötzlich kam ein lauter Knall! Was war los an der Klinik?

Prof. Martin Lacher demonstrierte mit Schweinepfoten, welche Sprengkraft Böller und Co. haben.
Prof. Martin Lacher demonstrierte mit Schweinepfoten, welche Sprengkraft Böller und Co. haben.  © Uniklinikum Leipzig

Leipzig - Am Donnerstag richtete die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie des Universitätsklinikums den "Tag des brandverletzten Kindes" aus.

Einmal schön fest die Ohren zuhalten! Am Uniklinikum lernten Schüler der Thomasschule und des Evangelischen Schulzentrums, welche Schäden Silvesterböller und Co. anrichten können. Dafür wurde ordentlich geknallt! Lohnender Lärm, wie der Direktor der Klinik und Poliklinik Martin Lacher findet: "Wenn wir dadurch auch nur ein verletztes Kind weniger behandeln müssen, hat sich dieser Tag bereits gelohnt."

Jedes Jahr werden etliche Kinder schwer verletzt, weil sie mit Raketen und Knallkörpern spielen. Um das zu demonstrieren, zündeten Lacher und Fachärztin Steffi Mayer mehrere "Polenböller" und zeigten an einer Schweinepfote, wie schnell Knochen und Gewebe zerfetzt werden können. Auch Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort und erzählte von ihren Erlebnissen in Silvesternächten.

"Gefährdet sind vor allem Jungen", meint auch Klinikdirektor Lacher, "gerade an Neujahr suchen sie nach Blindgängern und versuchen diese anzuzünden." Das Gefahrenbewusstsein bei Kindern sei im für diese Verletzungen typischen Alter von 10 bis 14 Jahren oft nicht da.

Hoffentlich nahmen sich die Schüler die Warnungen zu Herzen, sodass an Silvester nichts schiefgehen kann!

Titelfoto: Uniklinikum Leipzig


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