Axel Springer sichert sich letztes Sahnestück von Unister

Mit dem Verkauf von Ad Up Technology wechselt der letzte Unister-Geschäftsbetrieb den Besitzer. (Archivbild)
Mit dem Verkauf von Ad Up Technology wechselt der letzte Unister-Geschäftsbetrieb den Besitzer. (Archivbild)  © DPA

Leipzig - Der Medienkonzern Axel Springer hat sich das letzte Sahnestück des insolventen Leipziger Internetriesen Unister gesichert. Der Online-Vermarkter Ad Up Technology wechselt den Besitzer.

Ad Up Technology gehe mit Wirkung zum 1. Dezember an die Axel Springer Teaser Ad GmbH, teilte Flöthers Kanzlei am Donnerstag mit.

Die rund 20 Arbeitsplätze in Hamburg, Leipzig und Berlin blieben erhalten, hieß es. Ad Up Technology ist spezialisiert auf die Vermarktung von Online-Portalen. Wie viel Geld geflossen ist, wollte ein Sprecher der Kanzlei nicht sagen.

Unister betrieb bis zu seiner Insolvenz 2016 unter anderem die Reiseportale "fluege.de" und "ab-in-den-urlaub.de".

Mit dem Verkauf des letzten operativen Geschäftsbetriebs sei das Insolvenzverfahren bei dem Leipziger Unternehmen aber noch lange nicht abgeschlossen, sagte der Sprecher. Es könne noch Jahre dauern, bis ermittelt sei, wie viel Geld die Gläubiger noch von Unister zurückfordern könnten. Erst dann könne die Holding abgewickelt werden.

Derzeit läuft noch ein Gerichtsverfahren gegen zwei ehemalige Manager des Unternehmens. Ihnen wird Betrug vorgeworfen. Einer von beiden ist auch wegen Steuerhinterziehung und unerlaubten Betreibens von Versicherungsgeschäften angeklagt. Die Urteile sollen an diesem Montag fallen.

Der Gründer des Unternehmens, Thomas Wagner, war im Sommer 2016 bei einem Flugzeugabsturz gestorben.

Titelfoto: DPA


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