Arbeitslos und ohne Perspektive? Deutsche sind entspannt wie nie!

Die Zukunft bereitet vielen Deutschen keine großen Sorgen.
Die Zukunft bereitet vielen Deutschen keine großen Sorgen.  © DPA

Leipzig - Die Angst davor, sozial ganz nach unten abzusteigen, ist in Deutschland so gering wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Das ergab eine Messung der Universität Leipzig.

In Deutschland scheint man sorglos zu leben: Nur knapp ein Drittel aller Deutschen zerbricht sich den Kopf darüber, in Zukunft sozial abzurutschen. Das entspricht dem niedrigsten gemessen Wert seit der Wiedervereinigung! Zum Vergleich: 2006 fürchteten sich noch 64 Prozent aller Einwohner des Landes vor der Perspektivlosigkeit.

Das schließt vor allem auch die berufliche Laufbahn ein. Laut Prof. Dr. Holger Lengfeld, Leiter des Instituts für Soziologie an der Uni Leipzig, liegt das vor allem an dem entspannteren Umgang mit dem Job: "Der wichtigste Indikator für Abstiegsangst ist die Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes", so der Soziologe.

Im Osten aber seien laut Lengfeld die Sorgen noch immer größer, als im Westen. Trotzdem: Der Trend zeigt abwärts! Der Professor verrät außerdem: Scheinbar machen sich Frauen und Männer gleichermaßen Gedanken um die Zukunft. Auch Alter und soziale Schicht spielen dabei keine unterscheidende Rolle. "Dies zeigt: Das mentale Sicherheitsgefühl nahm, trotz objektiv weiter existierender Erwerbsrisiken und Ungleichheiten, bei allen Erwerbstätigen zu", so Lengfeld.

Ob sich die Zufriedenheit der Deutschen auch auf die Ergebnisse der im September anstehenden Bundestagswahl auswirken könnte, wird sich zeigen.


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