Uni Leipzig startet Reform nach einem Jahr Zwangspause

Leipzig - Nach einer einjährigen Reformpause beginnt die Universität Leipzig in diesem Wintersemester neu mit der Journalisten-Ausbildung. Für den dreijährigen Masterstudiengang seien 24 Studierende immatrikuliert worden, teilte die Hochschule mit.

Die Uni Leipzig hatte der traditionsreichen Journalisten-Ausbildung eine Zwangspause verordnet.
Die Uni Leipzig hatte der traditionsreichen Journalisten-Ausbildung eine Zwangspause verordnet.  © DPA

Es habe 101 Bewerbungen gegeben. Wegen der "hohen Qualität der Bewerber" seien die ursprünglich geplanten 20 Studienplätze aufgestockt worden.

Die Universität hatte ihrer traditionsreichen Journalisten-Ausbildung nach internen Querelen 2017 eine einjährige Zwangspause verordnet. Eine Kommission erarbeitete daraufhin ein neues Konzept für den Journalismus-Master.

Mit dem jetzigen Master habe die Universität auf die großen digitalen Herausforderungen für die Medien und die Gesellschaft reagiert, erklärte Studiengangsleiter Prof. Markus Beiler. Leipzig nehme eine Vorreiterrolle bei einer zeitgemäßen journalistischen Ausbildung ein.

Der Master Journalismus verknüpfe wissenschaftliches Studium mit systematischer beruflicher Orientierung, erklärte Beiler. "Gespräche mit unseren Praxispartnern zeigen, dass unser Konzept überzeugt."

Die neuen Studierenden werden am 9. Oktober in einer Einführungsveranstaltung begrüßt. Die Lehrveranstaltungen beginnen ab dem 15. Oktober.

Der Studiengang wurde 1916 als "Zeitungskunde" gegründet. Auch in der DDR wurden die Journalisten in Leipzig ausgebildet. Der damaligen Karl-Marx-Universität wurde der wenig schmeichelhafte Spitzname "Rotes Kloster" verpasst.

Titelfoto: DPA


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