Uni kommt aus der Deckung: Senat bezieht Stellung zu rechter Hetze

Leipzig - Nachdem Studenten auf dem Universitätscampus gegen den in Kritik geratenen Jura-Professor Thomas Rauscher protestierten, bezieht nun auch der Senat der Universität Leipzig Stellung.

In einem öffentlichen Statement heißt es: "Der Senat der Universität Leipzig missbilligt die auf Twitter veröffentlichten Äußerungen von Prof. Dr. Thomas Rauscher aufs Schärfste. Das durch diese Äußerungen gezeichnete menschenfeindliche Weltbild widerspricht dem Leitbild und dem Selbstverständnis der Universität als weltoffenem und tolerantem Ort der Wissenschaft."

Da nicht auszuschließen sei, dass die Einstellung Rauschers auch in seiner Forschung und Lehre Ausdruck fände, begrüße der Senat die von der Universität eingeleitete Prüfung der dienstrechtlichen Schritte, heißt es weiter.

Rauscher hatte vor wenigen Tagen auf Twitter für Empörung gesorgt. Dort hatte der Direktor des Instituts für ausländisches und europäisches Privat- und Verfahrensrecht der Juristischen Fakultät rassistische Kommentare gepostet (TAG24 berichtete).

Studenten hatten am Dienstagmittag zur Entlassung Rauschers aufgerufen (TAG24 berichtete), auch der Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht unter Professor Hendrik Schneider hatte bereits öffentlich Abstand von den Äußerungen des umstrittenen Professors genommen (TAG24 berichtete).

Welche konkreten Konsequenzen die Äußerungen Rauschers haben werden, wird sich zeigen.


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