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Zins-Wucher zockt Kunden ab! Neues Bündnis hilft aus der Schuldenfalle

Die Verbraucherzentrale hilft abgezockten Kunden mit dem Bündnis gegen Wucher aus der Schuldenfalle.

Von Saskia Weck

In Leipzig wurde am Donnerstag das "Bündnis gegen den Wucher" vorgestellt. (Symbolbild)
In Leipzig wurde am Donnerstag das "Bündnis gegen den Wucher" vorgestellt. (Symbolbild)

Leipzig - Wucher ist bei Strafe verboten und trotzdem verkaufen Banken Jahr für Jahr millionenfach zweifelhafte und zwielichtige Angebote an ahnungslose Kunden. Den Verbraucherzentralen aus Sachsen und Hamburg reicht es - sie sagen dem Wucher den Kampf an!

Wir haben es alle schon einmal erlebt: Schlüsseldienste, Mieten, Inkassodienstleistungen oder Kredite werden zu völlig absurden Preisen angeboten. Doch man zahlt - aus Ahnungslosigkeit oder Verzweiflung, und bringt den Unternehmen damit Millionen.

Das Prinzip dahinter: Kunden, die schlicht und einfach nicht zahlungskräftig oder liquide sind, weil sie krank, arbeitssuchend oder alleinerziehend sind, an Land zu ziehen und ihnen einen Zinssatz anbieten, der den marktüblichen Zinssatz um 100 Prozent übersteigt, also doppelt so hoch ist, wie der durchschnittliche Zins. Auch, wenn der Zins den Marktzins um 12 Prozent übersteigt, spricht man von Wucher.

Nicht wenige Kunden schließen den Kredit oder Vertrag aus Unwissenheit trotzdem ab und lassen sich dabei auch unnütze Zusatzleistungen wie Restschuldversicherungen, Ketten- und Zusatzkredite oder eine Umschuldung verkaufen.

Wer seine Kreditraten nicht mehr tilgen kann, der fällt schnell auf das Angebot eines Umschuldungskredits herein.
Wer seine Kreditraten nicht mehr tilgen kann, der fällt schnell auf das Angebot eines Umschuldungskredits herein.

Ein Beispielfall: Ein Paar aus Leipzig sucht eine Bank auf. Der Mann ist selbstständig und möchte einen Kredit aufnehmen. Der Bankangestellte erklärt ihm, dass ihm als Selbstständigen kein Kredit angeboten werden kann, seiner Frau hingegen schon. Sie unterschreibt den Vertrag, ihr Mann übernimmt die Ratenzahlungen.

Nach der Scheidung jedoch ist sie für die Tilgung der Raten zuständig. Als alleinerziehende Mutter zweier Kinder übersteigen diese jedoch ihre finanziellen Möglichkeiten. Die Bank bietet ihr einen Umschuldungskredit an, außerdem eine Restschuldversicherung und eine Risikolebensversicherung.

Da sich die Kundin nicht auskennt und sie erfährt, dass die Raten-Höhe monatlich sinken würde, wenn sie unterschreibt, unterzeichnet sie den Vertrag. Dass die Angebote völlig überteuert waren, nahm sie erst danach zur Kenntnis.

Zusätzlich nahm die zweifache Mutter immer wieder die Angebote von Kreditkartenfirmen in Anspruch. Statt einem Nettokredit von 24.000 Euro hatte sie plötzlich bei fünf Gläubigern Schulden in Höhe von zirka 50.000 Euro. Kommen ihre Gläubiger ihr nicht in einem außergerichtlichen Einigungsverfahren entgegen, droht der Frau aus Leipzig die Privatinsolvenz. Wie stark sie psychisch belastet ist, ist für Außenstehende wohl kaum nachzuvollziehen.

In diesem Beispiel Überschritt der Vertragszins den marktüblichen Zins um 109 Prozent. Die Frau ist also auf ein wucherisches Angebot hereingefallen.

V.l.n.r.: Prof. Dr. Udo Reifner (Rechtsanwalt), Michael Knobloch (Vorstand Verbraucherzentrale Hamburg), Andrea Heyer (Referatsleiterin Finanzdienstleistungen), Dr. Dirk Ulbricht (Direktor Institut für Finanzdienstleistungen)
V.l.n.r.: Prof. Dr. Udo Reifner (Rechtsanwalt), Michael Knobloch (Vorstand Verbraucherzentrale Hamburg), Andrea Heyer (Referatsleiterin Finanzdienstleistungen), Dr. Dirk Ulbricht (Direktor Institut für Finanzdienstleistungen)

Um Reinfälle wie diese zu vermeiden, haben sich die Verbraucherzentralen aus Sachsen und Hamburg mit dem Institut für Finanzdienstleistungen e.V. zusammengeschlossen.

Gemeinsam gründen sie das bundesweite "Bündnis gegen Wucher", das am Donnerstag von Prof. Dr. Udo Reifner (Rechtsanwalt), Michael Knobloch (Vorstand Verbraucherzentrale Hamburg), Andrea Heyer (Referatsleiterin Finanzdienstleistungen) und Dr. Dirk Ulbricht (Direktor Institut für Finanzdienstleistungen) in Leipzig vorgestellt wurde.

"Die Finanzkrise in Amerika wurde durch solche Wucher-Kredite ausgelöst", so Udo Reifner. "Aber die Ärmsten sind irgendwann einfach pleite." Die Gesellschaft werde durch dieses Abzock-Modell immer mehr zerrissen, sozial Schwächere abgekoppelt.

Das Bündnis möchte Gleichgesinnte zusammenführen, Fälle von Wuchern dokumentieren, Vertragsangebote prüfen und so viele Fälle wie möglich vor Gericht bringen. Auch die Gegenseite, also Unternehmen, sollen eingebunden werden und ihre verantwortungsvollen Produkte anbieten können.

"Wir wollen, dass das Wucherverbot ernst genommen, dass die Prozesse der Verarmung transparent gemacht und rechtlicher Kontrolle unterzogen werden. Wo der Wettbewerb versagt, muss das Recht Grenzen setzen", so das Bündnis.

Fotos: Saskia Weck, DPA, dpa/colourbox

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