Vergewaltigung im Rosental: Polizeiwarnung macht OB Jung wütend

Oberbürgermeister Burkhard Jung ist mit der Warnung der Polizei nicht einverstanden. (Symbolbild)
Oberbürgermeister Burkhard Jung ist mit der Warnung der Polizei nicht einverstanden. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Die brutale Vergewaltigung im Leipziger Rosental schockiert noch immer die ganze Stadt. Nach dem Rat der Polizei, lieber in Gruppen joggen zu gehen, hat sich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (59) zu Wort gemeldet.

Das Stadtoberhaupt ist mit dieser Empfehlung offenbar überhaupt nicht einverstanden. Wie die "BILD" berichtet, rügte er die Polizei. Die solle eigentlich die Bevölkerung beruhigen.

Polizeisprecher Uwe Voigt empfahl aber am Samstag, wenn möglich an belebteren Orten oder in Gruppen joggen zu gehen (TAG24 berichtete). Solange der Täter auf freiem Fuß sei, solle Vorsicht geboten sein.

Jung erklärte der "BILD": "Die Antwort des Staates auf diese unfassbare Tat und vorangegangene Übergriffe muss sein: mehr Polizisten auf den Straßen und in den Parks, wie ich es seit Jahren fordere. Wir alle möchten in einer Stadt leben, in der ganz selbstverständlich Frauen auch alleine im Park joggen können, in der sich alle sicher bewegen können. Und dafür brauchen wir sichtbar mehr Polizei.“

Am Donnerstagvormittag war eine Joggerin im Leipziger Rosental vergewaltigt und brutal zusammengeschlagen worden. Sie musste notoperiert werden. Die Polizei fahndet mit einer Personenbeschreibung nach dem Täter (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Alexander Bischoff, DPA


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