Sachse Richard (29) startet bei Marathon, doch im Ziel fehlt von ihm jede Spur

Leipzig - Der 29-jährige Richard aus Leipzig ist bei einem Marathonlauf am Wochenende im bayrischen Oberallgäu nicht ins Ziel gekommen und war seitdem verschwunden. Einen Tag später konnte sein besorgter Vater Entwarnung geben.

Richard (29) aus Leipzig startete am Sonntag beim "Hörnerlauf" im bayrischen Sonthofen. Doch er kam nicht im Ziel an.
Richard (29) aus Leipzig startete am Sonntag beim "Hörnerlauf" im bayrischen Sonthofen. Doch er kam nicht im Ziel an.  © privat

Der sächsische Athlet startete am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr beim "Hörnerlauf" in der Gemeinde Sonthofen. Irgendwo auf der 18,3 Kilometer langen Strecke verschwand der 29-Jährige jedoch unbemerkt vom restlichen Teilnehmerfeld.

"Im Ziel in Grasgehren ist er nicht angekommen und wird seitdem vermisst", schrieb sein Vater Volker Große auf Facebook. Er bedankte sich schon vorab bei den Einsatzkräften vor Ort und die Veranstalter, die sich an der Suche nach seinem Sohn beteiligt hatten.

"Wer Richard irgendwo trifft, sieht oder etwas erfährt, wir sind für jeden Hinweis dankbar", so sein Papa.

Am Montagabend konnte dann glücklicherweise Entwarnung gegeben werden. "Richard ist wieder da", verkündete Volker Große in einem neuen Beitrag. Der 29-Jährige sei "körperlich okay", man wisse aber noch nicht, was passiert ist. Laut Polizei konnte Richard nach einem Hinweis im Stadtgebiet Sonthofen aufgegriffen werden. Er wolle sich zu den genauen Hintergründen seines Verschwindens nicht äußern.

Auch sein Vater verzichtete auf eine genaue Erläuterung. Dennoch bedankte er sich herzlich bei allen Unterstützern, auch über die sozialen Netzwerke.

Und die kamen von überall her. "Wisst Ihr, ob links rechts oben unten afd cdu spd grün rot gelb schwarz blau, völlig egal: was wir an Unterstützung, Zuspruch , Hilfsangeboten bekommen haben, es war unglaublich. Ich bin mit wildfremden Menschen befreundet, die spontan ihre Hilfe angeboten haben, meinen post geteilt haben, nachgedacht haben, wie sie helfen können, es ist wirklich unglaublich.

Freut mich, macht mir Mut, dass der Umgang miteinander, die Menschlichkeit, das ehrliche Interesse an den Sorgen anderer in unserer Gesellschaft noch nicht verloren gegangen sind", so Papa Volker.

Beim 13. Allgäu Panorama Marathon starteten in diesem Jahr 1553 Teilnehmer, es gab 350 Helfer an der Strecke und im Hintergrund. Der schnellste Athlet beim erwähnten "Hörnerlauf" über 18,3 Kilometer war Edwin Singer in 1:29:41 Stunden.

Die Marathonstrecke verläuft vor traumhafter Kulisse. Irgendwo hier verschwand Richard.
Die Marathonstrecke verläuft vor traumhafter Kulisse. Irgendwo hier verschwand Richard.  © privat

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