Stellplätze lassen Mieten steigen! So will die Stadt das Kosten-Chaos regeln

Leipzig - Die Stadt Leipzig will den Bedarf und die Gestaltung von Stellplätzen beim Bau von Wohnungen, Schulen, Sportstätten und Co. neu regeln.

Bisher galt die Regel: Ein bis zwei Stellplätze mussten pro Wohneinheit zur Verfügung gestellt werden. (Symbolbild)
Bisher galt die Regel: Ein bis zwei Stellplätze mussten pro Wohneinheit zur Verfügung gestellt werden. (Symbolbild)  © dpa, Andrea Warnecke

So soll beim Bau künftig eine den städtischen Bedingungen angepasste Mindestverpflichtung für die Errichtung von Stellplätzen greifen. Demnach soll die Richtzahl für eine Wohnung bis 50 Quadratmeter in Zukunft 0,5 Stellplätze betragen. Ab 50 Quadratmetern werden es 0,7. Zuvor galt die Regel: Ein bis zwei Stellplätze pro Wohneinheit.

Dadurch entstehen meist im Vorfeld hohe Kosten für den Bau von ausreichend Plätzen, beispielsweise in einer Tiefgarage. Diese werden nicht selten auf die Mieten für die entsprechenden Wohnungen verteilt. Das soll durch die neue Regelung verhindert werden. Vielmehr soll individuell auf den tatsächlichen Bedarf eingegangen werden.

Die Stadt setzt außerdem auf die gute Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr, wodurch rund 30 Prozent der Stellplatzzahlen reduziert werden können.

Weiterhin seien immer mehr Menschen mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs, weshalb die Anzahl von Fahrradstellplätzen je Wohnung und für soziale Einrichtungen erhöht werden.

Titelfoto: dpa, Andrea Warnecke

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