Mehrere Vögel mit Paste in Leipzig getötet: NABU erstattet Anzeige

Leipzig - Nachdem mehrere Vögel in Leipzig wegen einer Vogelabwehrpaste gestorben sind, hat der Naturschutzbund Sachsen (NABU) nun Anzeige erstattet.

Seit 2015 sollen NABU-Mitarbeiter 23 tote Vögel gefunden haben. (Symbolbild)
Seit 2015 sollen NABU-Mitarbeiter 23 tote Vögel gefunden haben. (Symbolbild)  © 123rf/Warawoot Nanta

Seit 2015 hätten ehrenamtliche Mitarbeiter des NABU 30 flugunfähige und 23 tote Vögel gefunden, deren Gefieder mit der Paste verklebt gewesen seien, teilte ein Sprecher des Bundes am Mittwoch mit.

Unter den Vögeln seien auch geschützte Arten wie der Haussperling oder der Hausrotschwanz gewesen.

Die Vogelabwehrpaste soll auf Fensterbrettern dafür sorgen, dass sich dort keine Vögel niederlassen. Allerdings sei die Paste laut Veterinäramt tierschutzwidrig. Die Paste hätten Freiwillige des NABU an mehreren Gebäuden in Leipzig entdeckt.

Ließen sich Vögel darauf nieder, verklebten ihre Krallen. Putzen sich die Vögel dann das Gefieder, verkleben auch ihre Flügel und sie können flugunfähig werden. Der NABU vermutet, dass eine Schädlingsbekämpfungsfirma die Paste auf den entsprechenden Fensterbrettern zur Taubenbekämpfung aufgetragen hat.

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