Im Leipziger Norden entstehen "Häuser aus der Fabrik"

Leipzig - Das private Wohnungsunternehmen Vonovia errichtet in Leipzig erstmals ein Haus in Fertigbauweise. Derzeit entstünden 99 Wohnungen in der Stadt, teilte das Wohnungsunternehmen am Donnerstag mit.

Stein auf Stein... nicht ganz! Musterhäuser im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig.
Stein auf Stein... nicht ganz! Musterhäuser im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig.  © DPA, Jan Woitas

Es handele sich um den ersten sogenannten Modulbau in Leipzig. Die Modulbauweise ähnelt dem klassischen Plattenbau: Einzelne Teile werden industriell vorgefertigt und vor Ort nur noch zusammengefügt.

Beispiele in Sachsen sind die Dresdener Grundschule am Terrassenufer, ebenfalls von Vonovia, und der Neubau der Polizeifachschule Chemnitz vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

Die Fertighäuser im Stadtteil Gohlis sollen Platz für 50 Sozialwohnungen mit einem auf 15 Jahre fixen Mietpreis von 6,50 Euro pro Quadratmeter bieten. Die restlichen 49 Wohnungen sollen für 9 Euro angeboten werden, teilte Vonovia mit.

Das ist teurer als der durchschnittliche Leipziger Mietpreis von 7,50 Euro, aber günstiger als die üblichen Preise für Neubau, wie aus dem aktuellen Mietspiegel für Leipzig hervorgeht.

"Die meisten Unternehmen sagen, sie können wegen der hohen Baukosten Neubau nicht unter 11 Euro vermieten", sagte Anke Matejka, Geschäftsführerin des Mietervereins Leipzig. Auch andere Wohnungsunternehmen würden sich daher mit den Fertighäusern beschäftigen.

"Das wird ein wichtiges Innovationsthema, und zwar wegen der niedrigen Kosten und der kürzeren Bauzeit", erklärte Vonovia-Sprecher Matthias Wulff. Auch Leipzigs Baudezernentin Dorothee Dubrau sieht im Modulbau "durchaus eine Alternative".

Titelfoto: DPA, Jan Woitas

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