Jung bleibt OB: So reagieren Leipzigs Stadtrat-Fraktionen auf das Wahlergebnis

Leipzig - Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich Burkhard Jung (61, SPD) und Sebastian Gemkow (41, CDU) am Sonntag im Kampf um das Oberbürgermeisteramt in Leipzig lieferten. Am Ende stand fest: Der alte OB ist auch der neue (TAG24 berichtete). Während seine Unterstützer ihn dafür beglückwünschen - und bereits auf ihre Rolle aufmerksam machen -, warnen andere bereits vor einer Spaltung der Stadtgesellschaft.

Burkhard Jung bleibt Leipzigs Oberbürgermeister. Seine Unterstützer haben bereits auf die Zugeständnisse im Wahlkampf aufmerksam gemacht.
Burkhard Jung bleibt Leipzigs Oberbürgermeister. Seine Unterstützer haben bereits auf die Zugeständnisse im Wahlkampf aufmerksam gemacht.  © Hendrik Schmidt/dpa

"Der Wahlausgang offenbart, dass heute kein guter Tag für Leipzig und die Demokratie ist", erklärte der Leipziger AfD-Kreisvorsitzende Siegbert Droese in einem Statement zum Wahlergebnis. "Burkhard Jung hat in seiner bisherigen Amtszeit gezeigt, dass er alles andere als ein neutraler OBM für alle Leipziger sein kann. Sein knapper Wahlsieg wird nur noch zu einer tieferen Spaltung der Stadtgesellschaft führen."

Andere Töne schlug derweil die Linke an, die sich zufrieden über das Wahlergebnis zeigte. "Natürlich hätte ich mir am liebsten eine richtig rote Oberbürgermeisterin für Leipzig gewünscht, aber was nicht ist, kann ja noch werden", sagte Dr. Adam Bednarsky, Vorsitzender der Linken in Leipzig.

Nachdem im ersten Wahlgang überraschend Sebastian Gemkow (CDU) das Rennen gemacht hatte (TAG24 berichtete), hatten sowohl Linke als auch Bündnis 90/Die Grünen ihre Kandidaten zurückgezogen, um die Chancen für Burkhard Jung zu erhöhen.

"Im Vorfeld dieser Entscheidung hatten wir uns mit Jung auf 19 Punkte geeinigt. Da Leipzig nicht gekippt ist, werden wir uns nun mit deren Realisierung ab sofort beschäftigen", so Bednarsky.

Auch die Grüne Jugend Sachsen betonte auf Twitter, dass Jung die Wahl "dank Unterstützung durch Grüne und Linke knapp gewonnen" hat. Sie beglückwünschten den Wahlsieger. Gleichzeitig steht jedoch fest: Sowohl Linke als auch die Grünen sind sich ihrer Rolle innerhalb dieses Wahlkrimis durchaus bewusst und werden die Zugeständnisse, die ihnen gemacht worden, nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Die CDU bedankte sich derweil sowohl bei ihrem Kandidaten Sebastian Gemkow, als auch allen Unterstützern. "Herzlichen Glückwunsch an den alten und neuen Oberbürgermeister Burkhard Jung", hieß es auf Facebook.

Herausforderer Sebastian Gemkow musste sich derweil am Sonntag mit einem knappen Ergebnis geschlagen geben.
Herausforderer Sebastian Gemkow musste sich derweil am Sonntag mit einem knappen Ergebnis geschlagen geben.  © Christian Grube
Jung und Gemkow nach Verkündung des Wahlergebnisses.
Jung und Gemkow nach Verkündung des Wahlergebnisses.  © Christian Grube

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