Erst gab es Streit, dann folgte Reizgas: AfD-Wahlhelfer in Leipzig angegriffen

Leipzig - Zwei Wahlhelfer sind am Donnerstagnachmittag auf der Kohlgartenstraße im Leipziger Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld angegriffen worden. Die AfD-Fraktion der Messestadt hat sich bereits zu dem Vorfall geäußert.

In Leipzig sind zwei AfD-Wahlhelfer angegriffen worden.
In Leipzig sind zwei AfD-Wahlhelfer angegriffen worden.  © dpa/123RF

Wie die Polizei berichtet, soll sich die Tat gegen 14.25 Uhr ereignet haben.

Die beiden Wahlhelfer im Alter von 61 und 52 Jahren hatten entlang der Kohlgartenstraße Wahlplakate angebracht. Dabei seien sie gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit aus einem Fenster heraus Beleidigungen gegen die Männer gefallen.

Kurz darauf habe ein 36-Jähriger - unterstützt von zwei weiteren Männern - vor den Wahlhelfern gestanden und Streit gesucht.

Als die Diskussion zu eskalieren drohte, wurde die Polizei hinzugerufen. Die Situation wurde geklärt. Die Streitsuchenden zogen sich zurück, die Wahlhelfer setzten ihre Arbeit fort.

Nachdem die Plakatierer jedoch eine Ecke weiter gezogen waren, wurde dem 61-Jährigen plötzlich mit Reizgas ins Gesicht gesprüht. Die beiden konnten noch einen Mann davonlaufen sehen und sollen diesen als den Streitsuchenden von zuvor erkannt haben. Wieder riefen sie die Polizei.

AfD-Wahlhelfer angegriffen: Fraktion äußert sich zum Vorfall

Beim Warten auf die Beamten sollen sie zudem festgestellt haben, dass die Beifahrerscheibe ihres Opel Astra eingeschlagen sowie alle Reifen zerstochen worden waren.

Die Polizisten suchten den 36-Jährigen an seiner Wohnadresse auf. Dieser soll die Tat zunächst bestritten haben. Die Beamten fanden in seiner Wohnung jedoch Reizgas, das erst kürzlich benutzt worden war.

Der Mann muss nun wegen Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Beleidigung verantworten.

Die Leipziger AfD-Fraktion äußerte sich am Freitag zu dem Vorfall via Facebook. In einem Statement war von einem "heimtückischen Überfall" auf ein Wahlkampfteam die Rede. "Dieser Linksterrorismus muss endlich entschieden bekämpft werden!", hieß es weiter.

Erst am Dienstag war ein AfD-Wahlkampfhelfer beim Plakatieren auf der Eisenbahnstraße fotografiert worden, während er eine Pistole bei sich trug (TAG24 berichtete).

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