Endlich Schluss mit Park-Chaos! Bewohnerschutz-Zone im Waldstraßenviertel

Leipzig - Seit Jahren ärgern sich die Bewohner des Waldstraßenviertels darüber, dass die Parkplätze für Anlieger immer knapper werden. Die neue Bewohnerschutzzone soll das Problem jetzt endlich lösen.

Vor allem bei Großevents, wie Fußballspielen im Stadion, ist die Parkplatzsuche für Anwohner fast hoffnungslos.
Vor allem bei Großevents, wie Fußballspielen im Stadion, ist die Parkplatzsuche für Anwohner fast hoffnungslos.  © DPA

Das gaben Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau, Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal und Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamts Leipzig, am Donnerstag bekannt. Seit 2014 schon beschäftigt sich der Stadtrat mit dem Thema, Mitte 2019 sollen die neuen Maßnahmen endlich greifen. Gemeinsam mit dem Bürgerverein wurde lange an einer Lösung getüftelt.

Die neue Zone soll, ähnlich der bereits jetzt schon greifenden Sperrzone rund um Bundesliga-Spiele und Konzerte in der Arena, ein Gebiet eingrenzen, in das bei Großevents nur direkte Anwohner hineinkommen. Um der ewigen Parkplatz-Suche auch abseits von Fußball und Co. ein Ende zu machen, wird das Viertel in verschiedene Zonen unterteilt.

In bestimmten Gebieten werden dann nur bei der Stadt gemeldete Anwohner bei Vorlage eines Parkausweises parken dürfen. Der kostet im Jahr 30,70 Euro. Die Plätze werden nur den Bewohnern unter der Woche von 17 Uhr bis 8 Uhr und am Wochenende ganztags zur Verfügung stehen. In der zeit dazwischen können Besucher und Gewerbetätige die Plätze gegen Gebühr nutzen.

Unterteilt wird das Anwohner-Parken in zwei Gebiete, westlich und östlich der Leibnitzstraße. Regelmäßige Kontrollen sollen dafür sorgen, dass die neuen Regelungen auch eingehalten werden. Etwa zwei Wochen, bevor die Schutzzone eingeführt wird, sollen die Betroffenen per Flugblatt ausreichende Informationen darüber erhalten.

Viel zu oft müssen die "Waldstraßenvierteler" ihr Auto Kilometer weit weg abstellen, da City-Besucher ihre Wagen während des Shoppingtrips gerne mal im Waldstraßenviertel abstellen. In Zukunft sollen die Einkäufer für die Stellplätze zahlen. Dafür investiert die Stadt in 78 neue hochmoderne Parkscheinautomaten. An den Maschinen soll man mit jedem Zahlungsmittel, sei es EC-, Kreditkarte oder Cash, blechen können. Insgesamt 496.080 Euro kosten die neuen Automaten. Außerdem werden die ständig auf- und abgebauten Verbotsschilder gegen eine stationäre Klappbeschilderung ersetzt. Oder, wie Michael Jana es ausdrückt: "Wir müssen das Gerümpel aus der Straße bekommen."

Zukünftig soll es wohl nicht beim Waldstraßenviertel bleiben. Auch in anderen Quartieren, wie zum Beispiel Schleußig, werden Parkplätze für Anwohner immer knapper. "Wir gehen davon aus, dass da ein Massenansturm auf uns zukommt", so Heiko Rosenthal.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0