Experten-Bericht: Immobilienpreise in Leipzig steigen und steigen

Die Preise für Neubauten steigen, immer mehr Familien wandern deswegen ins Umland ab. (Symbolbild)
Die Preise für Neubauten steigen, immer mehr Familien wandern deswegen ins Umland ab. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Die Immobilienpreise in Leipzig steigen und steigen. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der HypoVereinsbank. Vor allem Investoren treiben die Preise für Neubauten in die Höhe.

Der Bericht zum Wohnimmobilienmarkt in Leipzig/Halle dürfte die Kapitalanleger unter den Immobilienbesitzern in der Region erfreuen. Demnach schrumpft das Angebot, während die Miet- und Kaufpreise steigen.

"Nicht zuletzt weil sich immer mehr Anleger für Neubauten interessieren, sind die Preise jüngst sprunghaft und stärker als die Preise für Altbauten gestiegen", heißt es in dem Marktbericht.

Der Durchschnitt liege bei 3540 Euro pro Quadratmeter, in Top-Lagen sei die Grenze von 5000 Euro bereits überschritten worden.

Das Problem an der Sache formulieren die Experten der HypoVereinsbank folgendermaßen: "Somit erreicht das Preisniveau eine Höhe, die die finanziellen Möglichkeiten eines Großteils der ansässigen Bevölkerung deutlich übersteigt."

Anders ausgedrückt: Der durchschnittliche Leipziger kann sich keine Immobilie in der Messestadt mehr leisten.

Angesichts der Preisentwicklung rückt das Eigenheim im Stadtgebiet für viele Leipziger in weite Ferne. (Symbolbild)
Angesichts der Preisentwicklung rückt das Eigenheim im Stadtgebiet für viele Leipziger in weite Ferne. (Symbolbild)  © DPA

Auch Menschen, die ein Eigenheim kaufen wollen, haben zunehmend schlechte Karten. Die Nachfrage stoße auf ein schrumpfendes Angebot, was einerseits den Preisauftrieb verstärke, andererseits mehr Familien ins Umland abwandern lasse, stellen die Autoren des Berichts fest.

Die Mieten haben in Leipzig mittlerweile ebenfalls ein Niveau erreicht, das früher unvorstellbar gewesen wäre. Laut der HypoVereinsbank bewegen sie sich zwischen 9,00 und 11,75 Euro pro Quadratmeter in sehr guten Lagen sowie zwischen 5,00 und 6,50 Euro in einfachen lagen.

Mieter, die in günstige Viertel ausweichen wollen, wählen Stadtteile wie Reudnitz oder Volkmarsdorf. Dem Bericht zufolge beschreibt der aktuelle Leerstand in Leipzig von drei Prozent einen entspannten und ausgeglichenen Markt.

Allerdings weisen die dramatischen Unterschiede zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten auf erste Anspannungen auf dem Mietmarkt hin.

Und so hat die HypoVereinsbank Leipzigs wohl gravierendstes Problem identifiziert: Das Schaffen von ausreichend kostengünstigem Wohnraum.


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