Weniger Leerstand, höhere Mieten: So steht es um den Wohnungsmarkt in Leipzig

Leipzig - Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau hat am Dienstag den Monitoringbericht Wohnen 2018 vorgelegt. Darin zu sehen: die Entwicklungstendenzen des Wohnungsmarktes in Leipzig bis Ende 2017. Der Stadtverwaltung zufolge entwickelt dieser sich "dynamisch".

Die Mieten in Leipzig sind weiter gestiegen. (Symbolbild)
Die Mieten in Leipzig sind weiter gestiegen. (Symbolbild)  © 123rf/meinzahn

Konkret bedeutet dies: Die Zahl der Baugenehmigungen steigt, ebenso jedoch die Mieten, während der Leerstand abnimmt. Grund dafür sei die Einwohnerzahl der Messestadt, die sich weiterhin erhöht.

Dadurch sei der Leerstand bis Ende 2017 auf etwa vier Prozent zurückgegangen. Der Stadtverwaltung zufolge standen Ende 2017 also noch etwa 14.000 Wohnungen in Leipzig frei, "von denen knapp die Hälfte als marktaktiv einzuschätzen ist."

Die durchschnittliche Nettokaltmiete sei zwischen 2013 und 2017 um über zehn Prozent gestiegen. Der Quadratmeter in Leipzig kostet damit etwa 5,62 Euro. Die erwarteten Mieten bei Neuvermietungen sind dabei sogar noch weiter angestiegen. Wurden 2013 noch 5,27 Euro erwartet, sind es nun 6,59 Euro.

Die niedrigsten Mieten finden sich weiterhin in Leipzigs Plattenbauten. Teurer wird es dagegen in Häusern aus der Gründerzeit. "Erstmalig gab es 2017 keine Steigerungen im Segment der nach 2005 neu gebauten Wohnungen. Mit 10,00 Euro pro m² bewegen sie sich jedoch auf weiterhin sehr hohem Niveau", so die Stadtverwaltung.

Auch die Zahl der Wohnungen habe sich 2017 weiterentwickelt und durch Neubau und Sanierung um 1654 Wohnungen auf insgesamt 336.885 erhöht. 3679 Baugenehmigungen seien für Wohnungen erteilt worden, was eine Steigerung um das Vierfache seit 2012 bedeute. In den kommenden Jahren sollen dann nochmals mindestens 12.000 Wohnungen hinzukommen. Einzig die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser sei mit 323 unter das Niveau der Vorjahre gesunken.

Um den Entwicklungen im Bereich der Mieten entgegenzuwirken, hat die Stadt im Oktober vergangenen Jahres beschlossenen, einen Milieuschutz für bestimmte Gebiete zu überprüfen (TAG24 berichtete). Auch im aktuellen Monitoringbericht wurde noch einmal darauf hingewiesen. Demnach prüfe die Stadt, "inwieweit in ausgewählten Stadtgebieten soziale Erhaltungssatzungen eingeführt werden können."

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