Wird die Eisenbahnstraße zur Waffen-Verbotszone?

Immer wieder kommt es in der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten zu Vorfällen von Waffengewalt. (Symbolbild)
Immer wieder kommt es in der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten zu Vorfällen von Waffengewalt. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Der Freistaat Sachsen bemüht sich derzeit um die Einführung von Waffenverbotszonen. Eines dieser Gebiete könnte auf der Leipziger Eisenbahnstraße entstehen.

Auf der berüchtigten "gefährlichsten Straße Deutschlands" kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu kriminellen Vorfällen, bei denen Schusswaffen im Einsatz waren.

Einer der schwersten ereignete sich wohl im Juni letzten Jahres, als im Zuge eines Bandenkriegs zwischen den Leipziger Hells Angels und den United Tribuns ein 27-jähriger erschossen wurde (Tag24 berichtete).

Um Taten wie dieser entgegenzuwirken, arbeitet das Innenministerium in Dresden derzeit an einer Durchführungsverordnung zum Waffengesetz. Ist diese abgesegnet, hat die Landesregierung die Möglichkeit, Waffenverbotszonen in Sachsen festzulegen.

Erst im Juni 2016 war ein 27-jähriger auf der Eisenbahnstraße erschossen worden. Polizisten ermitteln in den abgesperrten Gebiet.
Erst im Juni 2016 war ein 27-jähriger auf der Eisenbahnstraße erschossen worden. Polizisten ermitteln in den abgesperrten Gebiet.  © DPA

Welche Straßen und Bereiche des Freistaats das betreffen könnte, ist bis dato allerdings noch nicht entschieden.

Wie Andreas Kunze-Gubsch, Pressesprecher des Innenministeriums Dresden, zu TAG24 sagte: "Derzeit geht es darum, dass die Durchführungsverordnung vom Kabinett beschlossen wird. Das könnte noch im ersten Quartal dieses Jahres geschehen."

Ziel des Verbots ist es, Kriminalität-Brennpunkte zu entschärfen. Die Leipziger Eisenbahnstraße ist ein solches "gefährliches Pflaster".

Die Erklärung der Straße zur Waffenverbotszone könnte zur Eindämmung von Kriminalität beitragen- und sie vielleicht von ihrem düsteren Ruf wegführen.


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