"Leipzig zeigt Courage" in Innenstadt am Vortag des 1. Mai

Leipzig - Am heutigen Dienstagnachmittag ist es wieder soweit: Ab 16 Uhr zeigen die Leipziger Courage im Kampf gegen Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie.

Karikaturist Schwarwel, Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, Heike Engel vom ANKER e.V., Sozialbürgermeister Thomas Fabian und MB-Programmchef Rick Barkawitz mit dem neuen Plakat zum diesjährigen "Leipzig zeigt Courage!"- Open Air.
Karikaturist Schwarwel, Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, Heike Engel vom ANKER e.V., Sozialbürgermeister Thomas Fabian und MB-Programmchef Rick Barkawitz mit dem neuen Plakat zum diesjährigen "Leipzig zeigt Courage!"- Open Air.

Auf dem Dach der Moritzbastei sorgt ein buntes Programm für Stimmung bei der 22. Ausgabe der Veranstaltung, die 1997 ins Leben gerufen wurde. 20 Jahre lang fand das "Leipzig zeigt Courage"-Open Air auf dem Leipziger Marktplatz statt, im letzten Jahr wechselte die Location an die MB.

In diesem Jahr sorgen die Acts Dota mit Band ("Rennrad"), Danger Dan von der Antilopengang ("Sand in die Augen"), die Leipziger Band Das Paradies ("Goldene Zukunft"), Gato Preto ("Pirao") und die Sieger des Nachwuchsband-Wettbewerbs, "Carbon" aus Leipzig, für Stimmung. Der "Markt der Möglichkeiten" lädt außerdem zum Austausch mit Initiativen und Vereinen ein.

"Leipzig zeigt Courage" findet jährlich einen Tag vor dem 1. Mai statt. Den nationalen Feiertag nehmen immer wieder rechtsgesinnte Gruppen zum Anlass, zu demonstrieren. In Leipzig werden morgen Ex-AfD-ler André Poggenburg und Anhänger seiner Rechtsaußen-Partei "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) erwartet (TAG24 berichtete).

Gegen die Veranstaltung, die ursprünglich im linksalternativen Stadtteil Connewitz stattfinden sollte, wurde bereits eine Gegen-Veranstaltung angekündigt. Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" ruft um 9.30 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht. Dort werden auch die Poggenburg-Anhänger demonstrieren.

Friedlicher Protest am Vortag zum 1. Mai

Ex-AfD-ler André Poggenburg wird am 1. Mai in Leipzig eine Kundgebung abhalten. Dagegen formiert sich unter Leipziger Aktivisten Protest.
Ex-AfD-ler André Poggenburg wird am 1. Mai in Leipzig eine Kundgebung abhalten. Dagegen formiert sich unter Leipziger Aktivisten Protest.  © DPA

"Der 1. Mai wird weltweit von abhängig Beschäftigten als ihr Kampftag für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen begangen. Schon seit der Zeit des Nationalsozialismus versuchen Rechte, diesen für ihre Zwecke zu missbrauchen", so Irena Rudolph-Kokot von "Leipzig nimmt Platz". Das wollen die Leipziger nicht widerspruchslos hinnehmen.

Außerdem unterstützen Leipziger Aktivisten den Protest gegen rechtspopulistische Veranstaltungen in Plauen und Erfurt (TAG24 berichtete).

Am Vortag der Demonstrationen soll nun aber zunächst in der Stadt gefeiert werden. Friedlicher Protest ist die Devise der Benefizveranstaltung im Kampf gegen Rassismus. "Es ist uns wichtig, dass die Musiker mit ihren Texten Dinge transportieren, die auch wir vermitteln wollen", betont Rick Barkawitz, der Programmchef der Moritzbastei.

Auch nach den Konzerten geht die Party weiter: Ab 22 Uhr wird im Keller der MB bis tief in die Nacht gefeiert.

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