Ausnahmezustand im Zoo: Neuer Nachwuchs unter ständiger Beobachtung

Leipzig - Der erst wenige Tage alte Elefantenbulle im Leipziger Zoo gewöhnt sich allmählich an sein Zuhause und seine "Familie".

Der kleine Elefantenbulle soll sich in Ruhe eingewöhnen.
Der kleine Elefantenbulle soll sich in Ruhe eingewöhnen.  © Zoo Leipzig

Zurzeit gilt äußerste Vorsicht im Elefantengehege. Mutter Hoa und ihr Kleines werden rund um die Uhr bewacht. Wie der Zoo mitteilte, sind sich "Mutter und Sohn" noch nicht ganz warm: "[D]eutliche Fortschritte beim Aufbau einer stabilen Mutter-Kind-Bindung stellen sich gegenwärtig nicht ein." Derzeit sei allerdings das Wichtigste, dass der Nachwuchs trinkt und zu Kräften kommt.

Schon zweimal machte die Elefantendame dramatische Erfahrungen durch: 2012 hatte sie selbst ihr Neugeborenes attackiert. Das Kleine starb kurz nach der Geburt. Drei Jahre später zog sich ihr nächstes Baby einen Oberschenkelbruch zu und musste eingeschläfert werden (TAG24 berichtete).

Damit dieses Mal alles gut geht, bleibt das Elefantenhaus bis auf Weiteres geschlossen. "Wir bedanken uns für den großen öffentlichen Rückhalt den wir erleben und das Verständnis, dass wir Zeit brauchen. Es ist eine intensive Zeit für alle Beteiligten und wir tun unser Möglichstes, um die Versorgung und Betreuung von Hoa und ihrem Jungtier zu gewährleisten", sagt Zoodirektor Jörg Junhold.

Sobald sich Mutter und Kind aneinander gewöhnt haben, können auch die Zoo-Besucher ein Auge auf den niedlichen Neuankömmling werfen.

Auch die "Tanten" beschnuppern den Neuzugang neugierig.
Auch die "Tanten" beschnuppern den Neuzugang neugierig.  © Zoo Leipzig

Titelfoto: Zoo Leipzig

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