Zwei Frauen in einer Woche angegriffen: Polizei vermutet gleichen Täter

Leipzig - In der letzten Woche wurden gleich zwei junge Frauen in Leipzig von einem Mann angegriffen und sexuell missbraucht. Die Polizei sieht einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten.

In beiden Fällen stellte der Täter den Frauen am helllichten Tage nach.
In beiden Fällen stellte der Täter den Frauen am helllichten Tage nach.  © 123RF (Fotomontage)

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, ereignete sich der erste Vorfall bereits am Montag gegen 13.30 Uhr. Eine 17-Jährige wurde in der Radiusstraße in Alt-Lindenau von einem ihr unbekannten Mann verfolgt und dann auch angegriffen.

Als die junge Frau zu Boden ging, führte der Mann laut Polizei sexuelle Handlungen an ihr durch. Zum Geschlechtsverkehr war es aber noch nicht gekommen - ein Zeuge sah die Tat, woraufhin der Unbekannte die Flucht ergriff.

Nur zwei Tage später wurde eine 19-Jährige in der Bothestraße in Leipzig-Gohlis ebenfalls von einem unbekannten Mann verfolgt. Er drängte die Jugendliche in einen Hauseingang und versuchte auch hier, sexuelle Handlungen an ihr durchzuführen.

Die 19-Jährige schrie und Nachbarn wurden auf das Geschehen aufmerksam. Der Täter ergriff die Flucht.

Polizei vermutet Zusammenhang zwischen den Taten

Beide Frauen konnten eine Personenbeschreibung abgeben:

Fall 1, Radiusstraße in Leipzig-Lindenau:

  • Deutscher
  • scheinbares Alter: 35 – 40 Jahre
  • 1,75 – 1,80 m groß
  • kurze, ca. 2 cm lange, dunkelblonde Haare – zerzaust,
  • oben länger als an den Seiten
  • helle Haut
  • schmale Kopfform
  • spitzes Kinn
  • trug ein dunkelblaues, wollähnliches T-Shirt mit weißen Punkten, kurze
  • (dunkelblaue) Hosen und vermutlich Turnschuhe
  • führte ein klappriges Fahrrad mit rostigem Lenker und schwarzen Gummigriffen, an dessen Lenker hing ein dunkler Rucksack.

Die 19-Jährige in der Bothestraße in Leipzig-Gohlis beschrieb den Täter wie folgt:

  • Deutscher
  • scheinbares Alter: 20 – 30 Jahre
  • 1,65 – 1,75 m groß
  • kurzes dunkelblondes bis braunes Haar
  • schlanke Gestalt
  • helle Haut
  • schmale Lippen
  • kleine, dunkle Augen
  • ängliches Gesicht
  • Bartstoppeln
  • trug ein T-Shirt, kurze Hosen und Turnschuhe
  • fuhr ein altes Fahrrad
  • hatte einen Rucksack oder eine Tasche bei sich und trug kleine, schwarze In-Ear-Kopfhörer

"Trotz bestehender Unterschiede könnte es sich um den gleichen noch unbekannten deutschen Täter handeln", so Katharina Geyer von der Leipziger Polizei. Ein Zusammenhang zu der schweren Vergewaltigung im Rosenthal aus dem Jahr 2017 sei allerdings ausgeschlossen. (TAG24 berichtete)

Wer den Täter anhand der Beschreibungen erkennt oder den Tatorten gesehen hat, soll sich bei der Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1 oder telefonisch unter der 034196646666 melden.

Einen Zusammenhang zu der schweren Vergewaltigung im Leipziger Rosenthal 2017 schließt die Polizei aus.
Einen Zusammenhang zu der schweren Vergewaltigung im Leipziger Rosenthal 2017 schließt die Polizei aus.  © DPA

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