Hund wird 11 Stunden für OP nach Sachsen geflogen

Mit Endoskop und Lasertechnik werden der Bulldogge die Luftansaugkanäle entrümpelt.
Mit Endoskop und Lasertechnik werden der Bulldogge die Luftansaugkanäle entrümpelt.

Von Alexander Bischoff

Leipzig - Wenn den Amis nichts mehr einfällt, dann müssen sächsische Experten ran! In Leipzig ist eine Französische Bulldogge nebst Hundehalterin aus Illinois eingeflogen. Denn nur die Tierärzte der hiesigen Uni-Kleintierklinik können der Knautschnase noch helfen.

Immer kürzere Nasen - vor allem Möpse und Bulldoggen leiden unter dem umstrittenen Schönheitsideal ihrer Züchter.

Auch Buford (2) aus dem US-Bundesstaat Illinois: „Der Hund hat so schwere Atemnot, dass er nachts kaum schlafen kann“, erzählt Professor Gerhard Oechtering (58). Ursache sei eine angeborene Verengung der oberen Atemwege.

An der Leipziger Uni-Kleintierklinik operiert Professor Gerhard Oechtering (58, l.) einer Bulldogge die Nase.
An der Leipziger Uni-Kleintierklinik operiert Professor Gerhard Oechtering (58, l.) einer Bulldogge die Nase.

Und weil keine US-Tierklinik der Bulldogge helfen konnte, überwiesen die Tierärzte der Universität Wisconsin den Patienten jetzt zum Leipziger Hunde-HNO-Spezialisten Oechtering - mit Umsteigen elf Flugstunden entfernt.

Mit seiner weltweit einzigartigen Operationsmethode hat er schon Hunderte kurznasige Patienten von ihrem Leiden befreit.

Und so geht der „Nasenklempner“ vor: Mit einem Endoskop sucht er zunächst das verstopfende Gewebe, verdampft es dann mit Laserstrahlen. Danach erweitert er zumeist noch die Nasenlöcher und kürzt das zu lange Gaumensegel. Heute wird Buford operiert. „

Wenn alles gut geht, wird er kommende Woche mit deutlich mehr Luft wieder nach Hause fliegen“, sagt der Nasen-Doc.

Foto: dpa/ Waltraud Grubitzsch


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0