Friedliche Demo gegen Abschiebung in Leipzig, doch der Asylbeweber ist verschwunden

Leipzig - Mehrere Menschen wollten am Mittwochabend im Leipziger Norden die geplante Abschiebung eines Asylbewerbers verhindern.

Rund 15 Menschen hatten gegen eine geplante Abschiebung eines Asylbewerbers in der Max-Liebermann-Straße demonstriert.
Rund 15 Menschen hatten gegen eine geplante Abschiebung eines Asylbewerbers in der Max-Liebermann-Straße demonstriert.  © Silvio Bürger

Mehrere Polizeiwagen fuhren gegen 21.30 Uhr auf das Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung in der Max-Liebermann-Straße.

Dort angekommen, wollten sie einen Mann mitnehmen, der abgeschoben werden soll.

Doch die Person war in dem für 700 Flüchtlinge ausgelegten Gebäudekomplex nicht anzutreffen. Folglich wurde der Einsatz beendet.

Nach Angaben aus dem Führungs- und Lagezentrum hatten sich vor dem Grundstück mehrere Menschen eingefunden, die friedlich und mit einem großen Banner gegen die geplante Abschiebung demonstrieren wollten.

Lediglich einer der Demonstranten soll nach Zeugenaussagen bei Abfahrt ein Polizeifahrzeug auf den möglichen Abzuschiebenden kontrolliert haben.

In der Nacht zum 10. Juli war die Abschiebung eines Syrers an der Leipziger Eisenbahnstraße eskaliert, Steine und Flaschen flogen auf die Einsatzkräfte (TAG24 berichtete). Mehrere Personen wurden verletzt, drei Demonstranten festgenommen.

Ein Polizeiwagen fährt auf das Gelände der Unterkunft. Er wird ohne die abzuschiebende Person wieder herausfahren.
Ein Polizeiwagen fährt auf das Gelände der Unterkunft. Er wird ohne die abzuschiebende Person wieder herausfahren.  © Silvio Bürger
In der Erstaufnahmeeinrichtung im Leipziger Norden ist Platz für 700 Flüchtlinge.
In der Erstaufnahmeeinrichtung im Leipziger Norden ist Platz für 700 Flüchtlinge.  © Google Maps

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