Nach umstrittener Preisverleihung: Gewandhaus räumt Echos weg

Leipzig - Das Leipziger Gewandhaus wird seine Echos nicht zurückgeben. Man werde die Preise, die zwischen 2016 und 2015 verliehen wurden, aber aus dem Foyer räumen, sagte Direktor Andreas Schulz der "Sächsischen Zeitung" (Dienstag).

Aus Protest gegen die Preisverleihung des Echos an Kollegah, gaben zahlreiche Künstler ihre Auszeichnung zurück. Das Gewandhaus hat eine andere Lösung gefunden.
Aus Protest gegen die Preisverleihung des Echos an Kollegah, gaben zahlreiche Künstler ihre Auszeichnung zurück. Das Gewandhaus hat eine andere Lösung gefunden.  © DPA

Das Urteil der Fachjury könne nicht einfach zurückgenommen werden. Außerdem werde man nicht weiter aktiv mit den drei Auszeichnungen umgehen.

Aus Protest gegen die Auszeichnung der umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang hatten unter anderen die Dirigenten Daniel Barenboim und Christian Thielemann mit ihren Orchestern sowie der Musiker Marius Müller-Westernhagen ihre Trophäen zurückgegeben.

"Anders als beim Pop-Echo bewertet eine elfköpfige Jury die künstlerische Leistung, die auf einem Tonträger veröffentlicht wurde", sagte Gewandhausdirektor Schulz zu Begründung.

"Das Urteil der Fachjury kann ja nicht einfach zurückgenommen werden und besteht unabhängig davon, dass die Pop-Echo-Jury bei der diesjährigen Verleihung eine unverantwortliche Entscheidung getroffen hat."


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